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Exhibition Design

Chinas Rot

POSTED 30 April 2019
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Zu Gast im Reich der Mitte: Für die Schau „Chinas Rot“ wurde die Sonderausstellungsfläche des Naturkundemuseums Coburg in ein abstraktes Schattentheater verwandelt: Die Innenarchitektur-Studentin Leonie Seemann erarbeitete im Rahmen eines Semesterprojekts von Prof. Mark Phillips an der Hochschule Coburg eine Szenografie, die in Anlehnung an die Ästhetik des traditionell-chinesischen Puppenspiels einen narrativen Bogen über die heutige Volksrepublik spannt – vom Handwerk über Dynastiegeschichte bis hin zur gegenwärtigen Entwicklung des Landes. Den thematischen Hintergrund dazu lieferte Astrid Weschenfelder: Während ihres fünfjährigen Aufenthalts in Shanghai machte es sich die Museumspädagogin zur Aufgabe, die Vorurteile ihrer deutschen Freunde gegenüber der chinesischen Kultur abzubauen. Hierfür sammelte sie sowohl künstlerische als auch handwerkliche Repliken der chinesischen Geschichte, die nun in der Ausstellung „Chinas Rot“ präsentiert werden. Dass dabei jene Farbe nicht nur bei der Auswahl der Exponate, sondern auch bei der Raumgestaltung eine tragende Rolle spielt, wird bereits auf den ersten Blick deutlich: So umspannt eine u-förmig arrangierte, hölzerne Version der chinesischen Mauer drei Gebäude-Silhouetten, die für die jeweiligen Themenbereiche Kunst und Handwerk (Handwerkerhütte), Geschichte (Tempel) und Chinas Moderne (CCTV-Tower) stehen. Auffällig sind hier die roten, kreisförmigen Aussparungen, die sich konsequent durch Wände und Aufsteller ziehen und hinter denen die Exponate verborgen liegen. Jener gucklochartige Effekt provoziert dabei bewusst eine Interaktion der Besucher, welche die Ausstellungsobjekte immer wieder aktiv entdecken müssen. Weitere explorative Stationen, an denen beispielsweise Kalligraphie geübt, Seide ertastet oder unterschiedliche Teesorten olfaktorisch erkundet werden können, ergänzen das interaktive Vermittlungskonzept und schaffen so ein abwechslungsreiches, spielerisches Gesamterlebnis.

FACTS

Projekt:

Chinas Rot, Coburg

Gestaltung:

Leonie Seemann/Hochschule Coburg, Coburg (DE) > www.hs-coburg.de

Standort:

Naturkundemuseum Coburg, Park 6, Coburg (DE)

Zeitrahmen:

31.10.2018–31.03.2019

Auftraggeber:

Naturkundemuseum Coburg, Coburg (DE) > www.naturkunde-museum-coburg.de

Fotos:

Frank Wunderatsch, Baiergrün (DE) > www.wunderatsch.de