CREATIVE SPACES EXHIBITION DESIGN BRAND DESIGN STAGE DESIGN NEUE WELTEN
Submit a PLOT
PLOT
deutschenglish
GO

Exhibition Design

FASZINARIUM STÖR

POSTED 11 February 2013
PICTURE
PICTURE 1
 
PICTURE 2
 
PICTURE 3
 
PICTURE 4
 
PICTURE 5
 
PICTURE 6
 
PICTURE 7
 
PICTURE 8
 
PICTURE 9

Ein Gefühl von Schwerelosigkeit legt sich auf den Besucher sobald er die Räumlichkeiten der Ausstellung im Haus des Gastes in Wendisch Rietz betritt. Sofort hat er das Gefühl, dem Stör ganz nah zu sein. Bedächtig und leise wird jeder einzelne Schritt genommen, um den Knochenfisch nicht in seiner Ruhe zu stören.

Vom Landesanglerverband Brandenburg e.V. initiiert und vom Berliner Architekturbüro stories within architecture konzipiert, entstand die atmosphärische Unterwasserwelt des Störs, die sich über 55 Quadratmeter erstreckt. Es wird schnell deutlich, warum sich die Kuratoren der Ausstellung dazu entschlossen haben, diesem Wesen eine Ausstellung zu widmen: Als Gigant unter den Süßwasserfischen zählt er zu den ältesten Tieren der Welt und reiht sich in eine Familie mit insgesamt 27 Störarten ein, die alle auf der nördlichen Erdhalbkugel vertreten sind. Doch die Zahl an lebenden Fischen verringerte sich in den letzten Jahren drastisch, in Deutschland sind sie in freier Wildbahn seit den 1970er-Jahren sogar ausgestorben.
Das Berliner Architekturbüro stories within architecture, das seit 2010 mit seinem festen Kern aus erfahrenen Gestaltern für die Inszenierung von intuitiv verständlichen und emotionalen Erlebnisräumen steht, betreute dieses individuelle Raum-Projekt vom Entwurf bis zur Realisierung. Ziel der Ausstellung ist es, den Stör in seiner Einzigartigkeit zu beleuchten, denn kaum ein anderer Süßwasserfisch ist in seiner Art und in seinem Vorkommen so interessant und besonders wie er selbst. So verstanden es die Kreativköpfe der Ausstellung, ein Gestaltungskonzept zu verwirklichen, welches Grafik, Objekt und Text eingängig miteinander verbindet, um somit die Informationen unterhaltsam und einprägsam zu vermitteln. Der Lebensraum des Störs sollte so realitätsnah und detailgenau wie nur irgend möglich nachvollzogen werden. Die Besucher tauchen dementsprechend in eine Atmosphäre ein, die dem Lebensraum des Störs exakt gleicht und zum Anfassen, Staunen und Erleben animiert. Sie begeben sich auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art, bei der die Geheimnisse sowie allerlei Erstaunliches über das Lebewesen erforscht werden können.
Transluzente Stoffbahnen, die im ganzen Raum verteilt sind, vermitteln zusammen mit gedimmten Farben ein Gefühl von Leichtigkeit, aber auch von Weite und Tiefe. Als leitendes Gestaltungselement führt eine Luftblase den Besucher durch alle Ausstellungsebenen. Über den einzelnen Informationsstationen hängen sie dicht aneinander, enthalten Fragen und Antworten, lassen sich drehen, öffnen, drücken oder schieben und dienen so als Informationsträger mit allem Wissenwerten über den Stör. Die Themenbereiche umranden zahlreiche Aquarien, in denen insgesamt neun Störarten zu begutachten sind.
Entkommen die Besucher der illusionären Schwerelosigkeit, mit der sie durch die Ausstellung zu schweben scheinen, weil sich die eigenen Füße langsam schmerzlich bemerkbar machen, sorgen verschieden große Kieselsteine aus Filz für bequeme Sitzmöglichkeiten.

FACTS

Project:

FASZINARIUM STÖR
“Schiwmmen ohne nass zu werden.
Eine Entdeckungsrese in die Welt des Störs.”

Client:

Landesanglerverband Brandenburg e.V.> www.anglerverband.com

Design:

Architekturbüro “stories within architecture”, Berlin > www.sw-architecture.de/

Client:

Dr. Klaus Piesker

Location:

CERN – Haus des Gastes, Wendisch Rietz, Brandenburg

Time frame:

ab 11.10.2012 | Dauer der Ausstellung: ca. 3 Jahre

Pictures:

Tobias Wille Photographie > www.tobiaswille.com/