Ausstellungsgestaltung
Ortsgespräche Berlin
Stadtgeschichte ist Migrationsgeschichte. Sie handelt von Plätzen, Häusern und Straßen aber vor Allem von den Menschen, die sie nutzen und verändern. In der Ausstellung „Ortsgespräche“, gestaltet vom Berliner Studio Kaiser Matthies kommen die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zu Wort – auch jene, deren Stimmen oft überhört werden.
Erzählt wird von persönlichen Geschichten, von kleinen und großen Orten, ihrer Gegenwart und Vergangenheit: von der ersten eigenen Wohnung in Berlin, vom Lieblingscafé, von besetzten Häusern, politischen Treffpunkten und Räumen, die Menschen ohne Aufenthaltsstatus verwehrt sind. Im Erdgeschoss des Museums für Stadtgeschichte werden sechs Flächen im Bezirk ausführlich vorgestellt, wobei neben Fotos, Dokumenten und Objekten, Hör- und Filmstationen die stadtgeschichtliche und individuelle Bedeutung sichtbar gemacht wird. So kann man sich an Informationsinseln für die damaligen charateristischen Institutionen, wie z.B. die Oberbaum-City, wo das Narva-Werk bis in die 1990er Jahre Glühlampen produzierte, begeistern lassen. Einzelne Gegenden sind durch unterschiedliche Farbgebungen gekennzeichnet, wodurch Orientierung – die auch auf die Realität im Stadtbereich übertragen werden kann – geschaffen wird.
Ein Stockwerk höher erzählen Menschen von ihren persönlichen Orten im Bezirk, die Mithilfe eines begehbaren Stadtplans auch für den Besucher erlebbar ist. Durch an der Decke abgehängte Schilder werden im hellen, offenen Raum die „Hotspots“ des gerade befindlichen Gebiets angezeigt. Ausgerüstet mit einem deutsch-/englisch-sprachigen Audioguide können sich die Interessierte bis zum 31.12.2013 auf eine Stadtführung begeben.