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Köln International School of Design | gamescom 2014

POSTED 19 October 2015
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Haben die Fantasiewelten aktueller Computerspiele ihren Ursprung im Surrealismus? Das fragten sich Christoph Claus, Simone Fahrenhorst, Mario Frank und Anne Poggenpohl – Studierende der Köln International School of Design (KISD). Mit ihrer 50 Quadratmeter großen Ausstellung „Code of Surrealism“ im Rahmen der gamescom 2014 in Köln wagten sie damit den Balanceakt zwischen analoger Kunst, digitalem Gaming und Design. Für die Gestaltung bedienten sie sich dabei hunderter transparenter Plexiglasrohre, die sie mit Hilfe von etwa 5.000 Foldback-Klammern zu Strukturen zusammenfügten. Die Röhren visualisierten im Zusammenspiel mit der Beleuchtung nicht nur die Flüchtigkeit von Traumwelten, durch unterschiedliche Höhen erzeugten sie zudem Sitzmobiliar oder einen Tisch, auf dem das vom Cologne gamelab entwickelte Spiel „Drawlí“ vorgeführt wurde: Originalwerke Dalís wurden hier in scheinbar schwebenden Stahlrahmen präsentiert und Postkarten – nur mit einer Unterschrift Dalís versehen – spielten auf dessen, in seinen Spätjahren, signierten Blanko-Druckbögen an.

 

Von den Besuchern wurde die stille Aufforderung, eigene Kunstwerke auf den lediglich mit Dalí-Signatur versehenen Blanko-Postkarten zu gestalten, mit großem Engagement angenommen.

Telefonhörer und alte Röhrenbildschirme sollten zur visuellen Auseinandersetzung mit Assoziationen vergangener und gegenwärtiger Bildwelten anregen.

Die Studierenden der KISD entschieden sich bei der Gestaltung des 50 Quadratmeter großen Messestands bewusst für vornehmlich wiederverwendbare und modular einsetzbare Materialien.

Multisensorik

Komplexe Assoziationen prägten die Ausstellung auf der gamescom 2014 und machten die Besucher zu Mitwirkenden: Über die räumlichen Gegebenheiten hinaus wurden Assoziationen unter anderem erfahrbar bei „Image 2 Midi“: Dalís Werke wurden hier in ihre einzelnen Farbwerte decodiert und anschließend in Musik umgewandelt – es gab also Kunst zum Hören. In „Drawlí“ – dem vorgestellten Computerspiel – wurden die Spieler dazu aufgefordert, ihren Gegner zunächst selbst zu zeichnen, um ihn schließlich wieder zu zerstören. Und auch bei der „Flüsterpost 2.0“ gab es Erstaunliches zu sehen: In der Bildersuchfunktion von Google wurde ein Werk hochgeladen, anschließend das erste Ergebnis ausgewählt, jenes wieder heruntergeladen und damit ein neuer Suchauftrag gestartet. So verwandelten sich die Bildwelten von Dalís Werken über Comics bis hin zu türkischem Bauchtanz.

FACTS

Projekt:

Köln International School of Design, gamescom 2014

Gestaltung:

Konzept und Architektur: Christoph Claus, Simone Fahrenhorst, Mario Frank, Anne Poggenpohl (Betreuung: Prof. em. Dr. Erlhoff, Prof. Dr. Brandes), Köln International School of Design (KISD), Köln
> www.kisd.de
> www.codeofsurrealism.de

Standort:

gamescom 2014, Köln

Zeitrahmen:

13.08.2014 – 17.08.2014

Foto:

Manuel Kniepe, Köln
Yvonne Klasen, Köln> www.th-koeln.de
Sebastian Wosik/ Köln International School of Design (KISD), Köln > kisd.de