{"id":7578,"date":"2012-04-05T15:47:33","date_gmt":"2012-04-05T13:47:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=7578"},"modified":"2015-12-16T11:30:49","modified_gmt":"2015-12-16T10:30:49","slug":"museum-app-interview-antenna-audio-rosemarie-wirthmueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2012\/04\/museum-app-interview-antenna-audio-rosemarie-wirthmueller\/","title":{"rendered":"Die App im Museum | Interview mit Antenna International"},"content":{"rendered":"<p>Jeden Tag lassen sich tausende Menschen in Museen, arch\u00e4ologischen St\u00e4tten und anderen Besucherattraktionen auf der ganzen Welt informieren und inspirieren. Inzwischen finden sich in fast allen gro\u00dfen Besucherattraktionen tragbare digitale F\u00fchrungssysteme und vielsprachige Multimedia-Produktionen \u2013 und immer mehr Apps.<\/p>\n<p><strong>Antenna International<\/strong> ist einer der weltweit f\u00fchrenden Anbieter von Interpretationsl\u00f6sungen wie Audio- oder Multimedia-F\u00fchrung oder auch Applikationen f\u00fcr Smartphones wie das iPhone. Die Produktionen erwecken Museen, historische Sehensw\u00fcrdigkeiten und andere kulturelle Einrichtungen zum Leben \u2013 mithilfe von Musik, Klangeffekten, Originalt\u00f6nen oder audiovisuellem Material.<br \/>\n<strong>Rosemarie Wirthm\u00fcller<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Antenna Audio GmbH in Berlin, startete bereits 1990 ihre T\u00e4tigkeit im Bereich Audiof\u00fchrungen. Sie studierte von 1982 bis 1988 Germanistik, Politologie und Theaterwissenschaft an der Freien Universit\u00e4t Berlin, mit Abschluss Magister. Rosemarie Wirthm\u00fcller war ma\u00dfgeblich an der Einf\u00fchrung und Verbreitung von Audiof\u00fchrungen beteiligt sowie an vielen damit verbundenen Innovationen, sei es von analogen zu digitalen Ger\u00e4ten oder von Audio- zu Multimediainhalten.<\/p>\n<p><strong>Frau Wirthm\u00fcller, bereits 1990 waren Sie im deutschsprachigen Raum eine Pionierin in Sachen Audio F\u00fchrungen. Welche Vorteile bieten moderne Museums-Apps heute?<\/strong><br \/>\nApplikationen bieten Museumsbesuchern Informationen bereits bevor sie das Museum betreten. Dadurch kann man sich optimal vorbereiten, nachbereiten oder einfach bei Gelegenheit \u00fcber ein bestimmtes Thema oder ein Haus informieren. Apps k\u00f6nnen durchausunterhaltsam sein, so dass sie einem potentiellen Besucher einen ganz neuenBlick auf eine Thema erlauben. Zusammen mit push-Diensten erlauben Apps Museen, mit Interessierten in Kontakt zu bleiben und so Besucher f\u00fcr neue Themen oder Ausstellungen anzusprechen. Also zusammengefasst: Information, Unterhaltung, Kundenpflege!<\/p>\n<p><strong>Wie lassen sich neue Zielgruppen mit Museums-Apps dazu animieren eine Ausstellung zu besuchen?<\/strong><br \/>\nAlleine schon der Titel einer App kann eine andere Zielgruppe als die \u00fcbliche ansprechen. Love Art, eine der ersten Kunst-Apps, die von Antenna und der National Gallery in London ver\u00f6ffentlich wurde, hat mit diesem globalen Titel \u00fcber 300.000 User angesprochen. In einer App k\u00f6nnen Inhalte so aufbereitet werden, dass der Nutzer unbedingt mehr sehen m\u00f6chte. Schlie\u00dflich stehen einem neben textueller Information auch Bilder und Videos zur Verf\u00fcgung, man kann Musik als dramaturgischen Effekt einsetzen und so Spannung aufbauen. Die Nieuwe Kerk in Amsterdam, ein Ausstellungshaus ohne feste Sammlung, ver\u00f6ffentlich vor jeder Ausstellung eine App, die den Aufbau und die Entstehung der Ausstellung zeigt. Das erlaubt einen v\u00f6llig neuen Blick der Besucher auf die Objekte.<\/p>\n<p><strong>Wie ver\u00e4ndert sich die Wahrnehmung der Museumsbesucher, wenn sie mithilfe Ihrer Apps durch die Ausstellung gehen\u00a0\u2013\u00a0lenkt der Einsatz von mobiler Technik in Museen nicht von den Exponaten ab?<\/strong><br \/>\nNicht jede App ist f\u00fcr den Gebrauch im Museum geeignet. Wie gesagt, eine App kann auch reine Information enthalten oder ein Teaser\u00a0sein, der Lust macht, mehr vor Ort zu sehen. Wenn die App zum Einsatz vor Ort genutzt werden soll, dann auf jeden Fall mit einem sehr behutsamen Einsatz von Medien. Nur wenn es einen Erkenntnisgewinn gibt, sollte Film- oder Bildmaterial eingesetzt werden. Ansonsten steht die Konzentration auf das Original im Vordergrund. Um eine App vor Ort zu nutzen, sollte der Zugang zu objektbezogenen Informationen so einfach wie m\u00f6glich sein, zum Beispiel mithilfe eines Interface, das eine Tastaturabbildet, so dass es eine Nummerierung der Objekte vor Ort geben kann.<br \/>\n<strong><br \/>\nDie Apps von Antenna International finden Einsatz in den weltweit gr\u00f6\u00dften Museen, wie dem Louvre oder dem Metropolitan Museum in New York\u00a0\u2013\u00a0was ist bei der Entwicklung von Apps &#8211; f\u00fcr solch renommierte H\u00e4user &#8211; zu beachten? Sind deren User besonders kritisch?<\/strong><br \/>\nNicht nur die User sind besonders kritisch, sondern vor allem die H\u00e4user selbst! Selbstverst\u00e4ndlich besteht bei den f\u00fchrenden Museen der Anspruch, nur hoch qualitatives Material zu ver\u00f6ffentlichen. Gleichzeitig ist die Zielgruppe bei gro\u00dfen Museen aber auch besonders breit, so dass es vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten gibt, auf die Nutzer zuzugehen.<br \/>\n<strong><br \/>\nWagen wir einen Blick in die Zukunft. Wohin geht die technische Entwicklung von museumsp\u00e4dagogischen Applikationen und unterst\u00fctzenden Ger\u00e4ten?<\/strong><br \/>\nWir haben mit verschiedenen Umfragen, die wir international bei Museumsbesucher durchgef\u00fchrt haben, verschiedene Trends ausgemacht. Einmal nimmt die Erwartung hinsichtlich mobiler Medien sehr stark zu. Daher gibt es eine gr\u00f6\u00dfere Nachfrage nach Applikationen. Gleichzeitig sind die kommenden Museumsbesucher den Einsatz von Multimedia gew\u00f6hnt und erwarten daher entsprechende Medien im Museum. Wir k\u00f6nnen den Umfragen aber auch entnehmen, dass \u00a0Neigung zum Einsatz eigener Ger\u00e4te gering ist. Die Museen m\u00fcssen sich also noch auf absehbare Zeit darauf einstellen, dass vor Ort professionelle Player vorr\u00e4tig sein m\u00fcssen, erg\u00e4nzt durch hochwertige mobile Inhalte.<br \/>\n<strong><br \/>\nVielen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n<p>Das Interview entstand mit freundlicher Unsterst\u00fctzung von <a href=\"http:\/\/mobile360.de\/\" target=\"_blank\">mobile360.de<\/a> im Rahmen der <a href=\"http:\/\/mobiletechcon.de\/\" target=\"_blank\">MobileTech Conference 2012<\/a> in M\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden Tag lassen sich tausende Menschen in Museen, arch\u00e4ologischen St\u00e4tten und anderen Besucherattraktionen auf der ganzen Welt informieren und inspirieren. 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