{"id":6450,"date":"2012-03-21T15:09:36","date_gmt":"2012-03-21T13:09:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=6450"},"modified":"2017-01-09T11:43:06","modified_gmt":"2017-01-09T10:43:06","slug":"neuewelten-seed-grow-eat-undergrounddinner-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2012\/03\/neuewelten-seed-grow-eat-undergrounddinner-karlsruhe\/","title":{"rendered":"Seed Grow Eat"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem Jahr 2009 haben Christian Klotz und Kristof Knauer eine Mission: Die beiden Studenten haben es sich zur Aufgabe gemacht, unkompliziertem und ungezwungenem Kochen und Essen auf hohem Niveau eine Plattform zu geben, um auch andere f\u00fcr ihre Leidenschaft zu begeistern. Bei ihrer &#8211; unter dem Namen \u201eundergrounddinner\u201c laufenden &#8211; Veranstaltungsreihe geht es den Karlsruhern darum, sich auf wesentliche Aspekte des gemeinsamen Zubereitens und Genie\u00dfens von Nahrung zur\u00fcck zu besinnen.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt diesem unregelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Ereignisses steht dabei das Essengehen beziehungsweise das Kochen. Zelebriert wird es in unpr\u00e4tenti\u00f6ser Art und Weise an wechselnden Orten \u2013 so wird jedes undergrounddinner zu einer einmaligen Veranstaltung. Dabei verzichten die Organisatoren vollkommen auf zus\u00e4tzliches Personal wie K\u00f6che, Bedienungen oder Sommeliers. Wie das gemeinsame Essen ist auch die <a title=\"K\u00fcche auf PLOTMAG.com\" href=\"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?s=K%C3%BCche\">K\u00fcche<\/a> des undergrounddinners ein offener Ort: Jeder kann sich in welcher Form auch immer einbringen, beim Zubereiten oder Anrichten helfen, ist aber zu keiner Zeit dazu verpflichtet, sondern soll sich schlichtweg wohlf\u00fchlen. Grunds\u00e4tzlich ist jeder Teilnehmer frei in seiner Ausgestaltung des gemeinsamen Genusses.<\/p>\n<p>Im Juli 2011 luden Christian Klotz und Kristof Knauer zu SEED GROW EAT. Als Veranstaltungsort diente eine zum Abbruch freigegebene Altbauwohnung im Zentrum von Karlsruhe. Der Abend stand im Zeichen des bewussten Konsums im Allgemeinen und der Bestandteile und Inhaltsstoffe unserer Nahrung im Speziellen. Im Gegensatz zu sonstigen Veranstaltungen der Reihe wurde auf St\u00fchle und lange Tafeln verzichtet, da dieses Mal die Interaktion mit den Ausstellungsgegenst\u00e4nden \u2013 der Nahrung \u2013 den Hauptteil des Abends darstellte. W\u00e4hrend anderswo mittels Food-Design und Molekulark\u00fcche die pure Optik der Speisen in den Vordergrund ger\u00fcckt wird, fragten die undergrounddinner-Macher ob und inwieweit Inhalt und Ursprung der Lebensmittel f\u00fcr den Endverbraucher in der heutigen Zeit \u00fcberhaupt noch von Bedeutung sind. Was essen wir \u2013 abseits von Verpackung und Produktdesign \u2013 wirklich und woher stammt unsere Nahrung?<\/p>\n<p>Als Grundsatz f\u00fcr das gemeinsame Kochen und Essen in Karlsruhe diente das 100 units Prinzip \u2013 alle verwendeten Zutaten mussten aus dem Umkreis von 100 Kilometern stammen. Pr\u00e4sentiert wurden diese dann in verschiedenen R\u00e4umen der Altbauwohnung: Brot, Radieschen und Salz in einem Raum, Kartoffeln und Quark im n\u00e4chsten, Wurst und K\u00e4se ein Zimmer weiter, komplettiert durch einen eigenen Raum f\u00fcr Apfelpfannkuchen \u2013 bei deren Zubereitung jedoch kein Besucher umhin kam, selbst Hand anzulegen. Bei der Gestaltung wurde auf jedwede Ablenkung verzichtet: Durch den rohen und kargen Umraum sollte die Aufmerksamkeit ausschlie\u00dflich auf die aufwendig und herausstechend inszenierten Lebensmittel fallen, um die Fragen nach Menge, Herkunft und Bedarf auch optisch zu thematisieren. Durch die puristische Aufmachung und die folgende Interaktion in Form von Verarbeitung beziehungsweise Zubereitung war es f\u00fcr den Besucher m\u00f6glich, die eigene Nahrung neu zu entdecken und daraufhin bewusster zu sich zu nehmen.<\/p>\n<p>So wird beim undergrounddinner der Zuschauer zum Agierenden und der Speisende zum bewussten Konsument. Christian Klotz und Kristof Knauer sind dabei st\u00e4ndig auf der Suche nach innovativen Ideen und Orten f\u00fcr ihre Veranstaltungen. Die n\u00e4chste findet am \u00fcbrigens 30. M\u00e4rz 2012 unter dem Motto \u201eHeimlich Vespern II | 30.03.2012\u201c statt.(LO)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Jahr 2009 haben Christian Klotz und Kristof Knauer eine Mission: Die beiden Studenten haben es sich zur Aufgabe gemacht, unkompliziertem und ungezwungenem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[97,555],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6450"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6450"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26878,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6450\/revisions\/26878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}