{"id":45425,"date":"2020-04-24T12:16:25","date_gmt":"2020-04-24T10:16:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=45425"},"modified":"2020-06-17T21:08:30","modified_gmt":"2020-06-17T19:08:30","slug":"tapio-wirkkala-an-icon-of-finnish-design-prag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2020\/04\/tapio-wirkkala-an-icon-of-finnish-design-prag\/","title":{"rendered":"TAPIO WIRKKALA: AN ICON OF FINNISH DESIGN"},"content":{"rendered":"<p>Er pr\u00e4gte das skandinavische Design ab den 1950er-Jahren entscheidend mit und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren: Tapio Wirkkala. Seine unverwechselbare Herangehensweise an Gestaltung verbindet das scheinbar Unvereinbare, indem er die Strenge des modernistischen Funktionalismus und die dynamischen Prinzipien organischer Formen in seinen Objekten zusammenf\u00fchrte. Daraus entstand ein Stil, der sich durch Einfachheit und klare Linien, Funktionalit\u00e4t, Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Natur und Respekt vor dem Material auszeichnet.<br \/>\nAuch Tom\u00e1\u0161 D\u017eado\u0148 lie\u00df sich bei seiner Gestaltung der Ausstellung \u00fcber den Ausnahmedesigner von dessen Entwurfsprinzipien inspirieren. Doch diese f\u00fcr ihn \u201ewunderbare Aufgabe\u201c war wohl auch die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr den zeitgen\u00f6ssischen Prager K\u00fcnstler. Denn die R\u00e4umlichkeiten, die es zu bespielen galt, befinden sich im Prager Kunstgewerbemuseum \u2013 ein neoklassizistischer Bau, der seit 1900 die Sammlungen der 1885 gegr\u00fcndeten Institution beherbergt. D\u017eado\u0148 kannte die \u00fcppigen, dekorativen Elemente im Innenraum jedoch bereits von vorherigen Ausstellungskonzepten und verstand es daher, diese geschickt zu integrieren und zu umgehen. Um sich Wirkkalas Werk zu n\u00e4hern, werden die Besucher nun dazu verf\u00fchrt, sich wie bei einem Spaziergang durch das skandinavische Land auf Entdeckungsreise zu begeben, zu beobachten, von Zeit zu Zeit innezuhalten, einen zweiten Blick zu riskieren und sich am Ende des Tages in einem gew\u00f6hnlichen Suomi-Haus wiederzufinden. So k\u00f6nnen Interessierte im ersten Teil der Schau entlang einer perfekt ausgeleuchteten festinstallierten Vitrine die vielf\u00e4ltigen Glas- und Silberarbeiten auf Tischen \u2013 fast wie auf einer unendlichen Tafel pr\u00e4sentiert \u2013 offen erkunden. Den zweiten (Ausstellungs-)Raum \u201eversteckte\u201c Tom\u00e1\u0161 D\u017eado\u0148 allerdings: Hier werden die Besucher eingeladen, nacheinander drei kleine H\u00e4user mit Satteldach zu betreten. Anstelle von Fenster oder T\u00fcren werden in integrierten Vitrinen jedoch Wirkkalas Porzellanentw\u00fcrfe f\u00fcr Rosenthal gezeigt: Die meist in Serienproduktion f\u00fcr den allt\u00e4glichen Gebrauch hergestellten Objekte liefern dabei die perfekten Exponate f\u00fcr den Moment, den D\u017eado\u0148 erzeugen wollte: \u201eBesteck, Geschirr, Vasen \u2013 arrangiert in einem Raum f\u00fcr einen normalen Menschen\u201c.<br \/>\nUrspr\u00fcnglich zur Feier des 100. Geburtstags des K\u00fcnstlers im Jahr 2015 geschaffen, wurde die Ausstellung erstmals im Finnischen Glasmuseum (Suomen Lasimuseo) gezeigt, das nach Wirkkalas Entwurf renoviert wurde. In Prag bekamen die Werke im Winter 2019\/2020, dank des umsichtigen Umgangs des Ausstellungsarchitekten mit dem historischen Geb\u00e4ude und einer individuellen Umsetzung seiner Entw\u00fcrfe durch den Hersteller mobiler Wandsysteme, MBA, eine einzigartige B\u00fchne \u2013 und zeigten das umfassende \u0152uvre einer wahren Design-Ikone.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er pr\u00e4gte das skandinavische Design ab den 1950er-Jahren entscheidend mit und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren: Tapio Wirkkala. 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