{"id":43558,"date":"2019-10-16T10:49:51","date_gmt":"2019-10-16T08:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=43558"},"modified":"2020-01-23T14:58:27","modified_gmt":"2020-01-23T13:58:27","slug":"mike-meire-ueber-werte-relevanz-und-instagram","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2019\/10\/mike-meire-ueber-werte-relevanz-und-instagram\/","title":{"rendered":"MIKE MEIR\u00c9 \u00dcBER WERTE, RELEVANZ UND INSTAGRAM"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eBedeutend wird man durch Taten, nicht durch Worte\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Popularit\u00e4t von Instagram zeigt: Unsere Welt ist visueller geworden. Und so verkaufen sich Marken nicht mehr nur \u00fcber Emotionen und Erlebnisse, sondern auch \u00fcber das perfekte Bild, das f\u00fcr die sozialen Netzwerke generiert wird. Das wei\u00df auch Mike Meir\u00e9, der die Bedeutung von instagramtauglichen Kulissen durchaus kennt, aber dennoch der Ansicht ist, dass das Ziel <\/strong><strong>guter Gestaltung die Kreation einer kulturellen Identit\u00e4t ist: Relevanz und Bewusstsein innerhalb einer spezifischen Zielgruppe werden nicht allein durch Werbung erreicht, sondern dadurch, dass Erfahrungen geschaffen, Sinn gestiftet und Werte vermittelt werden. Im Interview verr\u00e4t uns der <\/strong><strong>Designer<\/strong><strong> wie er zur Instagrammability steht und wie er die Messebranche an sich revolutionieren w\u00fcrde.<\/strong><\/p>\n<p><em><br \/>\nDie Fragen stellte Janina Poesch.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mike Meir\u00e9, zusammen mit Ihrem Bruder haben Sie im Keller Ihrer Eltern Ihre berufliche <\/strong><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ueQlYIkJmdU\"><strong>Laufbahn<\/strong><\/a><strong> mit einer Sch\u00fclerzeitung begonnen. Sie haben danach einen beispielhaften Werdegang hingelegt, sind heute erfolgreicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Agentur Meir\u00e9 und Meir\u00e9, Inhaber des Fashion-Labels <\/strong><a href=\"https:\/\/www.pleisureindustries.com\/\"><strong>(P)Leisure_Industries<\/strong><\/a><strong>, haben unz\u00e4hlige Preise gewonnen, sind Ehrenmitglied vieler Kreativ-Clubs und damit eine lebende Design-Ikone. Was w\u00fcrden Sie Ihrem j\u00fcngeren Ich der 1980er-Jahre heute raten?<\/strong><\/p>\n<p>Denke nicht an morgen, konzentriere Dich auf die Gegenwart und nutze jede Chance, die Du bekommst. H\u00f6re auf Deinen Instinkt und entwickle eine Haltung zu den Dingen, die Dich umtreiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie erw\u00e4hnt, haben Sie Ihre gestalterischen Wurzeln im Print-Bereich und waren schon Herausgeber und Art-Direktor vieler Magazine, pr\u00e4gten unter anderem das Erscheinungsbild von <\/strong><a href=\"https:\/\/www.archplus.net\/home\/\"><strong>ARCH+<\/strong><\/a><strong>, <\/strong><a href=\"https:\/\/garagemagazine.bigcartel.com\/\"><strong>Garage Magazine<\/strong><\/a><strong>, <\/strong><a href=\"https:\/\/www.brandeins.de\/\"><strong>brand eins<\/strong><\/a><strong> oder <\/strong><a href=\"https:\/\/032c.com\/\"><strong>032c<\/strong><\/a><strong>. In den letzten Jahren hat sich unsere Art der Kommunikation allerdings stark ge\u00e4ndert und sie findet vornehmlich digital statt. Was l\u00e4sst sich Ihrer Meinung nach auch heute noch von Magazinen lernen?<\/strong><\/p>\n<p>Magazine reflektieren im besten Sinne die Haltung einer Redaktion. Es geht um \u00dcberzeugungen, \u00c4sthetik und Relevanz \u2013 kurz: Es geht um Kultur. Wir lernen anhand von Magazinen wie Haltung Form annimmt und was es braucht, um die notwendige Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Relevanz zu entwickeln. Magazine k\u00f6nnen zum Organ einer Community werden, sie k\u00f6nnen als \u201eEnabler\u201c Menschen zusammenf\u00fchren, sie etablieren Codes im Alltag und sind Ausdruck von Kennerschaft. Ein gedrucktes Magazin kann so zu einem Fetisch werden, einem \u00fcberzeitlichen \u201eCollector\u2019s Item\u201c und als Reminder f\u00fcr Aktivit\u00e4ten im digitalen Raum dienen. Das Digitale ist nicht per se eine bessere Qualit\u00e4t, es ist lediglich ein weiterer Kommunikationskanal \u2013 der aber nat\u00fcrlich den neuen Anforderungen unseres zunehmend digitalen Kommunikationsverhaltens entspricht: im Sinne der notwendigen Update-F\u00e4higkeit von Informationen, Transparenz, Schnelligkeit und Erreichbarkeit, Bewegtbild und Augmentierung. Aber genau durch diese technologischen Beschleuniger erkennen wir auch wieder die besondere Qualit\u00e4t des Innehaltens, des Festhaltens, die Notwendigkeit, den \u00dcberblick nicht zu verlieren \u2013 und genau das ist einem guten Magazin zu eigen: in seiner Fokussierung auf einen Schwerpunkt, die dem Leser das Gef\u00fchl vermittelt, das Thema durchdrungen zu haben. Die physische Limitierung der Seitenzahlen schafft Konzentration, w\u00e4hrend im Netz alles endlos weiterflie\u00dft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie selbst bewegen sich als routinierter Grenzg\u00e4nger zwischen den Disziplinen und wechseln kontinuierlich zwischen den Positionen des Brand- und Art-Direktoren, des Gestalters, des Kurators und <\/strong><a href=\"http:\/\/www.mikemeire.com\/\"><strong>K\u00fcnstlers<\/strong><\/a><strong>. Welche Rolle spielt vor allem die Kunst f\u00fcr Ihre Arbeit?<\/strong><\/p>\n<p>Kunst machen ist das kompromisslose Ausbeuten der eigenen Ressourcen. Kunst muss nichts und ist somit frei von Nutzen und Funktion. Das hilft mir, meine Mitte zu finden oder auch meine Grenzen auszuloten \u2013 je nachdem, an welcher Werkgruppe ich gerade arbeite. Mir geht es um formale Prozesse, gepr\u00e4gt von Kontrolle und bewusstem Kontrollverlust. Wenn ich alleine im Atelier bin, sp\u00fcre ich eine gedankliche Unabh\u00e4ngigkeit, die mich daran erinnert, diese auch im Agenturalltag anzuwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Seit einigen Jahren haben Sie Ihre Arbeit vom zwei- in den dreidimensionalen Raum erweitert und inszenieren Projekte, die sich mit den kulturellen Ankn\u00fcpfungspunkten von Marken im Kontext von Kunst, Architektur, Mode, Musik und Design besch\u00e4ftigen. Was fasziniert Sie an den Inszenierungen im Raum?<\/strong><\/p>\n<p>Der Raum wirkt durch seine physische Pr\u00e4senz ganz unmittelbar auf den Menschen: Er ist real. Das hat in Zeiten zunehmender Digitalisierung und der Sehnsucht nach einer immersiven Erfahrung eine neue Erlebnisqualit\u00e4t. Menschen wollen ber\u00fchrt werden, daf\u00fcr braucht es Geschichten und deren Inszenierung. Dabei flie\u00dfen unterschiedliche gestalterische Disziplinen ineinander und erm\u00f6glichen eine gesteigerte Intensit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im Bereich der Markenkommunikation sprechen Sie oft von \u201eBrand Coding\u201c \u2013 was verstehen Sie darunter?<\/strong><\/p>\n<p>Hier geht es um Relevanz und diese l\u00e4sst sich nicht direkt kommunizieren. Ich kann nicht sagen \u201eIch bin relevant.\u201c \u2013 also muss ich etwas tun, was bei anderen ein Gef\u00fchl der Relevanz ausl\u00f6st. Relevanz l\u00e4sst sich nur codiert vermitteln. Und Codes wiederum sind die Attraktoren von Kennerschaft. Marken ben\u00f6tigen heute mehr denn je einen ausgepr\u00e4gten Sinn f\u00fcr kulturelle Codes, um mit den richtigen Weggef\u00e4hrten kollaborieren zu k\u00f6nnen. Relevanz, Bedeutsamkeit, F\u00fchrungsf\u00e4higkeit, \u201eThought Leadership\u201c, &#8230; \u2013 all das ist ein Ergebnis von Kultur, nicht von Marketing. Bedeutend wird man durch Taten, nicht durch Worte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aktuell beeinflusst die Bildsprache der sozialen Medien \u2013 allen voran Instagram \u2013 unser Gef\u00fchl f\u00fcr \u00c4sthetik und damit auch die Gestaltung unserer R\u00e4ume. Wie sch\u00e4tzen Sie diese Entwicklung ein?<\/strong><\/p>\n<p>Durch den permanenten Gebrauch sozialer Medien erlernt der User intuitiv, was er mag und was nicht. Er wird erm\u00e4chtigt und m\u00fcndig. Neben der Gefahr der latenten Abh\u00e4ngigkeit, entwickelt er aber auch ein Gesp\u00fcr f\u00fcr Inszenierung. Und machen wir uns nichts vor: Wir laufen in eine Zeit der totalen Kapitalisierung. Alles wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu einem Markt mit aggressivem Wettbewerb und da gelten dann wieder die Gesetze der Disruption. Die W\u00e4hrung dieser Entwicklung ist Aufmerksamkeit \u2013 und wie sich jene produzieren l\u00e4sst, lernen wir eben im tagt\u00e4glichen Umgang mit den sozialen Medien. Dabei gleichen sich die Verhaltensmuster der Inszenierung und deren \u00e4sthetischen Codes zunehmend an. Alle wollen eigentlich ihre Individualit\u00e4t demonstrieren und folgen dabei doch den akzeptierten, erfolgversprechenden Codes. Alles wird einfach immer gleicher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wird Architektur damit vornehmlich \u201enur noch\u201c als Hintergrund f\u00fcr ein gelungenes Selfie \u201edegradiert\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Architektur dient der Inszenierung einer gewissen Klientel \u2013 aber tat sie das nicht schon immer? Architektur ist stets auch Ausdruck von Macht, pers\u00f6nlichem Anspruch und Sch\u00f6pferwillen. Architektur im urbanen Kontext brandet sich doch auch heute zunehmend: Fassaden in immer neuen Texturen, Geb\u00e4ude in den unglaublichsten Formen, die perfekten Markentempel und damit auch die perfekte Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr eine hedonistische Selbstinszenierung. Aber deswegen wird die Architektur nicht degradiert. Im Gegenteil: Progressive Architektur wird dadurch erst zur B\u00fchne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Instagrammability ist l\u00e4ngst im Retail, sogar im Museum angekommen, nur die Messebranche scheint hier etwas tr\u00e4ger zu sein \u2013 oder haben Sie diesen Trend auch hier schon beobachten k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Marken, die den kulturellen Wandel vollzogen haben und erkennen, dass die Generation Z langsam zu einem wirtschaftlichen Faktor wird, ver\u00e4ndern ihre Messe-Strategien derzeit radikal: Es entstehen neue Festivalformate, Tutorials in Form von TED-Talks oder Podcasts und R\u00e4ume f\u00fcr immersive Experiences \u2013 Erlebnisfl\u00e4chen, in die der Besucher eintaucht und seine Erfahrungen in Echtzeit mit seiner Community teilt. Jede \u201eCustomer Journey\u201c wird auf ihre Instagrammability gecheckt. Es hat etwas gebraucht, aber die alten Messeformate haben definitiv ausgedient. Gerade durch die digitale Sozialisierung entsteht bei den j\u00fcngeren Menschen das dringende Bed\u00fcrfnis, sich physisch zu begegnen und die dort erlebten gemeinsamen Erfahrungen auf Social Media zu dokumentieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo liegt Ihrer Meinung nach der Vorteil, inszenierte Markenwelten in den sozialen Netzwerken zu teilen?<\/strong><\/p>\n<p>Der Vorteil f\u00fcr die Marken liegt in der Best\u00e4tigung der eigenen Aktivit\u00e4ten innerhalb der anvisierten Community. Wenn geposted wird und Kommentare erscheinen, wird die Marke Teil des \u00f6ffentlichen Gespr\u00e4chs. Und die M\u00e4rkte von heute sind Gespr\u00e4che! Es geht also um die Interaktion mit dem Publikum. Der Vorteil f\u00fcr die Konsumenten wiederum liegt darin, auszuloten, wie \u201eihre\u201c Community \u00fcber die Marke spricht. Denn das Individuum orientiert sich an seiner Community. Der Mensch sucht nach Sinn, die Community stiftet ihn durch die Bewertung der Marke und deren Produkte oder Services.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sehen Sie hier nicht eine Gefahr, dass es am Ende gar nicht mehr um die Vermittlung von Werten und Botschaften geht, sondern \u201enur noch\u201c darum, in den Social-Media-Kan\u00e4len m\u00f6glichst oft angeklickt und geteilt zu werden? Oder ist das die neue W\u00e4hrung?<\/strong><\/p>\n<p>Aufmerksamkeit ist die neue W\u00e4hrung und diese offenbart sich in Klicks. Aber das bedeutet nicht, dass es nicht mehr um Werte und Botschaften geht, nur m\u00fcssen diese schneller, emotionaler und direkter inszeniert und kommuniziert werden. Globalisierung, Generationenwechsel und Digitalisierung fordern ihren Tribut. Wer jammert, verspielt wertvolle Zeit und endet auf der Stra\u00dfe der Nostalgie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie wird sich dieser Trend wohl weiter entwickeln? Was kommt danach?<\/strong><\/p>\n<p>Es wird heftig: Die Digitalisierung entlarvt die Achillesferse einer jeden Unternehmung. Es gibt kein Danach, es gibt nur ein Dabei oder Nichtdabei. Schnelligkeit im Antizipieren, Denken, Handeln und Kollaborieren, Umdenken, Neudenken, Loslassen, Wagen, Coolbleiben, \u2026 Wir werden eine Kultur der Vielen und der Wenigen erleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn Sie sich an Ihren letzten Messerundgang erinnern: F\u00fchlten Sie sich inspiriert? Was w\u00fcrde Sie aktuell noch \u00fcberraschen bzw. beeindrucken?<\/strong><\/p>\n<p>Alle machen irgendwie alles und alles gleich. In einem Meer von global orientierter, strategischer Exzellenz interessiert mich nur noch der Kontextbruch, Authentizit\u00e4t und Originalit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit dem <a href=\"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2019\/10\/new-tendency-imm-cologne\/\">Messestand<\/a> f\u00fcr NEW TENDENCY gehen Sie selbst neue Wege im Messedesign: Die Architektur wird zum Interface und dient eigentlich \u201enur noch\u201c als Basis der augmentierten Realit\u00e4t. Welche Qualit\u00e4ten sehen Sie dennoch in realen Markenauftritten?<\/strong><\/p>\n<p>Der reale Markenauftritt erm\u00f6glicht die physische Kontaktaufnahme. Das ist immer intensiver als der Online-Besuch und schafft dar\u00fcber hinaus eine pers\u00f6nliche Bindung. Es geht nicht um \u201eentweder oder\u201c, sondern um das \u201esowohl als auch\u201c. Wir m\u00fcssen akzeptieren, dass wir neben den traditionell analogen zus\u00e4tzlich neue, digitale Qualit\u00e4ten kultivieren m\u00fcssen. Unser Leben wird komplexer. Dem m\u00fcssen wir uns stellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie w\u00fcrden Sie die Messebranche an sich revolutionieren?<\/strong><\/p>\n<p>Aufh\u00f6ren, sich als Messebranche zu definieren. Das sind \u00fcberkommene Formate. Wir brauchen hybride Formen des Zusammenwirkens. Ein neues Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Angebot und Nachfrage entwickeln. Ich glaube, dass die wenigsten eine Vorstellung davon haben, wer eigentlich heute ihr Publikum ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zu guter Letzt die Gretchenfrage, jetzt k\u00f6nnen Sie die Welt retten: Wie k\u00f6nnen Gestalter in der aktuellen Zeit von Klimawandel, politischen sowie sozialen Umbr\u00fcchen einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, der weit \u00fcber das \u201esch\u00f6ne Bild\u201c auf Instagram hinausgeht? Was sollte das Ziel guter Gestaltung sein?<\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel guter Gestaltung war und bleibt ein \u201esch\u00f6nes Bild\u201c zu zeichnen \u2013 nur, dass \u201esch\u00f6n\u201c nichts mehr mit dem zu tun hat, wie wir es bis heute kannten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und wenn es um Ihre eigene Gestaltungshaltung geht: Was hat f\u00fcr Sie heute und in Zukunft besondere Relevanz?<\/strong><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mike Meir\u00e9, vielen Dank f\u00fcr das wertvolle Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\nZur Person<\/strong><\/p>\n<p>Mike Meir\u00e9, Jahrgang 1964, ist Designer, Art-Direktor, K\u00fcnstler und Kurator und begann seine Laufbahn als Herausgeber des Magazins Apart. 1987 gr\u00fcndete er zusammen mit seinem Bruder Marc die Agentur Meir\u00e9 und Meir\u00e9 und 2001 die Kulturproduktion <a href=\"http:\/\/www.neonoto.com\/\">NEO NOTO<\/a>. Als Art-Direktor pr\u00e4gt er bis heute den Stil vieler zeitgen\u00f6ssischer Magazine und setzt mit seinem interdisziplin\u00e4ren Team zudem medien\u00fcbergreifende Strategien und Projekte um: von Corporate Identities, Architekturen und interaktiven Exponaten f\u00fcr Messe und Retail \u00fcber internationale Ausstellungen und Kulturprojekte bis hin zu AR-basierten \u201eCustomer Journeys\u201c sowie Kommunikations-, PR- und Social-Media-Konzepten. Im Mittelpunkt seiner freien k\u00fcnstlerischen Arbeit steht dabei ein Wechselspiel zwischen Elementen der Hoch- und Alltagskultur, seit 2010 wird er von der Galerie Bartha Contemporary in London vertreten. Auf <a href=\"http:\/\/www.instagram.com\/mikemeire\">Instagram<\/a> hat er selbst knapp 9.000 Abonnenten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eBedeutend wird man durch Taten, nicht durch Worte\u201c \u00a0 Die Popularit\u00e4t von Instagram zeigt: Unsere Welt ist visueller geworden. Und so verkaufen sich Marken [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1353],"tags":[880],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43558"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43558"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43573,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43558\/revisions\/43573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}