{"id":32627,"date":"2017-08-04T09:13:42","date_gmt":"2017-08-04T09:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2017-11-28T09:44:34","modified_gmt":"2017-11-28T08:44:34","slug":"graf_zeppelin_175","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2017\/08\/graf_zeppelin_175\/","title":{"rendered":"Graf Zeppelin zum 175. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p>Mit Ferdinand von Zeppelin begann in Friedrichshafen der wirtschaftliche Aufschwung: Der General der Luft-Kavallerie verstand es wie kaum ein anderer, neue technische Entwicklungen der Luftfahrt zu erkennen, aufzugreifen und andere f\u00fcr seine Ziele zu begeistern. Er scharte einige der f\u00e4higsten K\u00f6pfe seiner Zeit um sich, um seine zukunftsweisenden Ideen zu verwirklichen. Kein Wunder, dass in der w\u00fcrttembergischen Stadt nahezu alles nach ihm benannt ist. Zum 175. Geburtstag des Grafen wird nun im Zeppelin Museum dank einer Sonderausstellung auf seine wichtigste Schaffensperiode nach Beendigung seiner Offizierslaufbahn im Alter von 52 Jahren aufmerksam gemacht.<\/p>\n<p>Gestaltet vom Stuttgarter b\u00fcro m\u00fcnzing entstand eine Schau, mit der seine Rolle in der Luftschifffahrt ins Visier genommen wird: als Vision\u00e4r, als Luftschiffer an Bord seiner eigenen Konstruktionen, als wichtiger F\u00f6rderer anderer technischer Pioniere und als Figur der Zeitgeschichte. Dabei inszenieren die Stuttgarter Kreativen die Thematik wie ein begehbares Album. Teil des szenografischen Konzepts ist im wesentlichen die visuelle Kommunikation: Typografie, Bildgestaltung und Produktionstechniken nehmen Bezug auf den Inhalt, gestalterisch ist die Ausstellung jedoch stark reduziert. Thematisch gegliedert und mit gro\u00dfformatigen Fotos strukturiert, f\u00fcgt sich der Innenraum mit seinen verschobenen modularen Holzkuben zu einem komplexen Gesamtbild zusammen. Mit der Innenarchitektur werden dabei einzelne Zeilen formuliert, in denen zahlreiche Ausstellungsst\u00fccke mit ihren einfachen Details nicht vom Inhalt ablenken, sondern den puren Eindruck einer visuellen Bestandsaufnahme unterstreichen. Besucher erfahren die Atmosph\u00e4re eines Konstruktionsb\u00fcros zu Zeiten des Grafen Zeppelin, die Exponate \u2013 angefangen beim Geometrieheft des Sch\u00fclers Ferdinand von Zeppelin, \u00fcber seine erste Zeichnung eines Luftschiffs aus dem Jahr 1874 bis hin zu seinem Taschenkompass \u2013 werden auf h\u00f6lzernen Modulen pr\u00e4sentiert, die seitlich offen sind. Um die Assoziation eines Zeppelin-Tragwerks selbst kommen die Besucher beim Anblick der leichten Quaderkonstruktionen nicht umhin.<\/p>\n<p>Abgeh\u00e4ngte Papier-Zeppeline verweisen durch die raumgreifende Inszenierung auf die insgesamt 119 Luftschiffe, zwischen 1900 und 1938 gebaut, die als stilisierte wei\u00dfe Silhouetten \u00fcber den Betrachtern schweben \u2013 ein wolkenf\u00f6rmiger Schwarm, der sich in der dramaturgisch langsam aufbauenden Ausstellung in den Jahren des Ersten Weltkriegs stark verdichtet: 101 Luftschiffe fuhren damals Eins\u00e4tze f\u00fcr Marine und Heer, bei Kriegsende waren es nur noch 15 Zeppeline.<\/p>\n<p>Die Jubil\u00e4umsausstellung als Kooperation des Zeppelin Museums und des Archivs der Luftschiffbau Zeppelin GmbH blickt insgesamt bis \u00fcber den Tod des Grafen hinaus und fasst zuletzt an einer gut 20 Meter langen holzverkleideten Wand viele Entwicklungen zusammen, welche die Stadt Friedrichshafen bis heute pr\u00e4gen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Ferdinand von Zeppelin begann in Friedrichshafen der wirtschaftliche Aufschwung: Der General der Luft-Kavallerie verstand es wie kaum ein anderer, neue technische Entwicklungen der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[408,1759],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32627"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32627"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32627\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32682,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32627\/revisions\/32682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}