{"id":32254,"date":"2017-07-07T09:59:00","date_gmt":"2017-07-07T09:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2018-03-14T09:25:10","modified_gmt":"2018-03-14T08:25:10","slug":"chocolarium-maestrani","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2017\/07\/chocolarium-maestrani\/","title":{"rendered":"Maestrani\u2019s Chocolarium &#8211; Die Schokoladenfabrik des Gl\u00fccks"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eWer die Welt mit den Augen eines Schokoladenliebhabers betrachtet, erkennt wahre Sch\u00f6nheit und Gl\u00fcck\u201c, sagte einst Aquilino Maestrani, der Gr\u00fcnder der gleichnamigen Schweizer Schokoladenfabrik. Aber wie kommt das Gl\u00fcck eigentlich in die Schokolade? Sind es die besonderen Zutaten und liebevoll erfundenen Rezepte? Oder ihr s\u00fc\u00dfer, uns von Innen w\u00e4rmender Geschmack? In der neu gestalteten Maestrani Schokoladenfabrik im schweizerischen Flawil k\u00f6nnen Interessierte diesen Fragen nun auf den Grund gehen. Die K\u00f6lner Agentur ,simple schuf hier eine neue Markenwelt mit eingebauten Gl\u00fccksmomenten, die Gro\u00df und Klein in einem Rundgang entdecken k\u00f6nnen. Das wollte PLOT sich nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen und war vor Ort.<\/strong><\/p>\n<p><i>von Kyra Kaden<\/i><\/p>\n<p>Mit einem Kinoerlebnis werden die Besucher gleich zu Beginn in das Thema eingef\u00fchrt: Erz\u00e4hlt wird die Geschichte von einem Gl\u00fccksforscher, der herausfinden m\u00f6chte, wie das Gl\u00fcck in die Schokolade gelangt. Direkt im Anschluss beginnt der Rundgang. Im ersten Raum werden den Besuchern die Zutaten pr\u00e4sentiert, die f\u00fcr die Herstellung der Schokolade ben\u00f6tigt werden: Kakao, Milch und Zucker sind verschiedenen Bereichen des Raums zugeteilt, wo kleine Miniaturwelten in transparenten Rohren die Herkunft der einzelnen Zutaten sowie die Schritte zu ihrer Gewinnung erkl\u00e4ren. Diese werden immer wieder durch interaktive Mitmachstationen erg\u00e4nzt: Besucher d\u00fcrfen an Kakaobutter riechen, Kakaobohnen f\u00fchlen und ihre Melkk\u00fcnste an Gummieutern erproben.<br \/>\nIn der Mischerei k\u00f6nnen sie durch Glasfester einen Blick auf den tats\u00e4chlichen Produktionsbereich werfen \u2013 und lernen die ersten Schritte der Schokoladenverarbeitung kennen. Dazu wird auf Bildschirmen, die mit Hilfe eines Steuerrads bedient werden k\u00f6nnen, die Fertigung mit bewegten Illustrationen erkl\u00e4rt.<br \/>\nDurch einen Vorhang aus goldenen Metallketten betreten die G\u00e4ste nun die sogenannte Gl\u00fccksschleuse: ein langer, leerer Gang, dessen W\u00e4nde, Decke und Boden von oben bis unten golden gl\u00e4nzen. Hier wird es metaphysisch: Dies soll der Ort sein, an dem das Gl\u00fcck in die Schokolade gelangt. Aber wie? Hierf\u00fcr bringen die Gestalter wieder die Geschichte des Gl\u00fccksforschers ins Spiel. Der n\u00e4chste Raum \u2013 das \u201eLabor f\u00fcr unfassbares Gl\u00fcck\u201c \u2013 ist vollgestopft mit Gl\u00fcckssymbolen aus aller Welt \u2013 vom vierbl\u00e4ttrigen Kleeblatt bis hin zur winkenden, chinesischen Gl\u00fcckskatze. Hindurch flie\u00dft durch ein gro\u00dfes spiralf\u00f6rmiges Rohr die fl\u00fcssige Schokolade. Daneben befinden sich verschiedene \u201eVersuchsaufbauten\u201c, mit denen der Gl\u00fccksforscher untersucht, wie die Schokolade mit Gl\u00fcck versetzt wird. Diese Experimente entpuppen sich als interaktiv: Damit Gl\u00fccksbarometer ausschlagen, m\u00fcssen Goldkn\u00e4ufe gerieben und die nun mit Gl\u00fcck getr\u00e4nkte, warme Schokolade probiert werden. Nach dieser zufriedenstellenden Erfahrung d\u00fcrfen Gl\u00fcckliche ihre positiven Gef\u00fchle in die ganze Welt versenden: Im n\u00e4chsten Raum k\u00f6nnen bunte Punkte von Postkarten abgel\u00f6st und an einen beliebigen Ort auf einer der gro\u00dfen Weltkarten an der Wand geklebt werden.<br \/>\nEine Glasgalerie, von der aus die Besucher auf die Maschinen der Fabrik hinunterblicken, \u00fcberspannt den Kaltbereich der Produktion. Flie\u00dfb\u00e4nder transportieren die in Form gegossene und verpackte Schokolade von den Maschinen direkt nach oben in den Glasgang, wo sie in bunten Rohren gesammelt wird und probiert werden darf.<br \/>\nDieses Erlebnis gipfelt in der M\u00f6glichkeit, in der \u201eSchoggi-Gie\u00dferei\u201c bei der Kreation wunderbarer Schokoladenkunstwerke zuzusehen und eine eigene Tafel gestalten zu d\u00fcrfen.<br \/>\nIm letzten Abschnitt der Schokoladenwelt werden durch lebendige Illustrationen und Bilder an den W\u00e4nden eines langen Gangs drei parallel verlaufende Geschichten erz\u00e4hlt, die miteinander verkn\u00fcpft sind: die Firmengeschichte des Schokoladenherstellers Maestrani, die gl\u00fccklichsten Momente der Weltgeschichte und die Geschichte der Schokolade. So werden die Besucher mit wissenswerten Anekdoten schlie\u00dflich zur\u00fcck zum Ausgangspunkt des Rundgangs gef\u00fchrt, wo sie nat\u00fcrlich s\u00e4mtliche Schokoladenspezialit\u00e4ten der Marke Maestrani in einem Verkaufsbereich erwerben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der gesamten Ausstellung finden Interessierte in farbig gestalteten, kurzen Texte an den W\u00e4nden kleine Informationsh\u00e4ppchen. Auf Etiketten an Ausstellungsst\u00fccken steht Wissenswertes \u00fcber die Firmenphilosophie, Mitarbeiter oder Produktpalette. Und ein eigens f\u00fcr das Chocolarium komponierter, vom Z\u00fcrcher Kammerorchester eingespielter Soundtrack untermalt jeden Abschnitt des Rundgangs auf ganz eigene Art. Auf diese Weise werden im Chocolarium auf unterschiedlichen Ebenen vielf\u00e4ltige Geschichten erz\u00e4hlt. Die Besucher entscheiden selbst, ob sie sich nur auf eine davon konzentrieren oder die Fabrik intuitiv und ohne einen besonderen Schwerpunkt erleben m\u00f6chten. Das Farbkonzept, das sich an den Verpackungen der Produktpalette von Maestrani orientiert, h\u00e4lt die einzelnen Stationen dabei zusammen.<br \/>\nMit interaktiven Elementen werden Gl\u00fcckshungrige dazu verf\u00fchrt, immer wieder kleine Freuden zu erleben: So k\u00f6nnen sie im Eingangsbereich in den sogenannten Kuhglockengl\u00fccksbrunnen eine M\u00fcnze einwerfen und damit die Kuhglocken auf unterschiedliche Weise erklingen lassen oder an einer Station mit ihrem eigenen L\u00e4cheln eine Kamera ausl\u00f6sen, die dann ein Foto macht. F\u00fcr Kinder ist zudem an mehreren Stellen der Fabrik die bekannte Schweizer Comicfigur Globi versteckt \u2013 ein blauer Papagei, der durch kleine Guckl\u00f6cher gefunden werden kann.<\/p>\n<p>,simple ist es gelungen, mit dem Chocolarium ein individuelles Markenerlebnis zu schaffen, das sich von der F\u00fclle anderer Schokoladenausstellungen abhebt: Produktions- und Ausstellungsbereich sind abwechslungsreich miteinander verkn\u00fcpft und erg\u00e4nzen sich gegenseitig. Mit viel Liebe zu bunten Details, den vielschichtigen Geschichten und nat\u00fcrlich dem Gl\u00fccksmoment beim Probieren der Schokolade erinnert das Projekt ein wenig an die fantastische Welt aus Tim Burtons Film \u201eCharlie und die Schokoladenfabrik\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWer die Welt mit den Augen eines Schokoladenliebhabers betrachtet, erkennt wahre Sch\u00f6nheit und Gl\u00fcck\u201c, sagte einst Aquilino Maestrani, der Gr\u00fcnder der gleichnamigen Schweizer Schokoladenfabrik. 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