{"id":3094,"date":"2011-01-12T17:43:36","date_gmt":"2011-01-12T15:43:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=3094"},"modified":"2017-07-06T09:52:42","modified_gmt":"2017-07-06T07:52:42","slug":"300-jahre-weltwissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2011\/01\/300-jahre-weltwissen\/","title":{"rendered":"300 Jahre WeltWissen"},"content":{"rendered":"<p>Im Mai 2009 gewannen der Entwurf der Stuttgarter Ausstellungsgestalter SPACE4 gemeinsam mit dem in Basel ans\u00e4ssigen B\u00fcro teamstratenwerth die Ausschreibung f\u00fcr die Ausstellung &#8220;Weltwissen&#8221;. 46 renommierte B\u00fcros aus Europa und den USA hatten sich daran beteiligt. Das Wettbewerbskonzept \u00fcberzeugte mit folgenden Elementen: Die spektakul\u00e4re Installation eines &#8220;Weltwissen-Regals&#8221; im Lichthof, zwei grunds\u00e4tzlich unterschiedlich gestaltete Umg\u00e4nge und zwei Orientierungsr\u00e4ume als Dreh- und Angelpunkte des Ausstellungsbesuchs. Er\u00f6ffnet wurde die spektakul\u00e4re Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau im September 2010. Durchgehend stellt die Ausstellungsgestaltung die r\u00e4umlich-choreografische Inszenierung der Inhalte ins Zentrum. Die Ausstellungsgestaltung wurde von SPACE4 und teamstratenwerth in enger Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam weiterentwickelt und umgesetzt. SPACE4 zeichnet f\u00fcr die gesamte Ausstellungsarchitektur und Grafik sowie die Kataloggestaltung verantwortlich. teamstratenwerth hat die Mediengestaltung und zentrale inhaltliche Komponenten wie die &#8220;sprechenden Fernrohre&#8221;, die sechs &#8220;Streiten-H\u00f6rspiele&#8221; und die 16 Zeitzeugen-Interviews realisiert.<br \/>\nBesucher sollen die Sinnzusammenh\u00e4nge unmittelbar r\u00e4umlich erfahren und erkunden k\u00f6nnen. Im Zentrum\u00a0 steht das &#8220;Weltwissen-Regal&#8221; im historischen Lichthof. Es kann als spielerisch-ironische Umsetzung des Ausstellungstitels verstanden werden, steht aber auch in der Tradition des Sammelns, Deponierens und Exponierens. Das gro\u00dfe Regal, das die Breite des Raumes ausf\u00fcllt, verweist mit seiner gekr\u00fcmmten Form auf eine gro\u00dfe (Welt-)Kugel, die die Dimensionen des Geb\u00e4udes sprengt und so die Beschr\u00e4nktheit selbst eines so umfangreichen Projektes sp\u00fcrbar macht. Zugleich interpretiert die Installation Wissenschaft als interaktiven Prozess des Staunens, Lernens und Untersuchens: Arbeitstische laden zum Studium ein, &#8220;sprechende Fernrohre&#8221;, beleuchten die Objekte mit Licht und Hintergrundwissen.<br \/>\nDer Umgang &#8220;Wissenswege&#8221; ist weiss gehalten, von ihm ausgehend betritt man die verschiedenen Themenr\u00e4ume, die jeweils unterschiedlich aufgebaut und strukturiert sind. Im Zimmer &#8220;Entwerfen&#8221; zum Beispiel konzentriert sich die Bewegung auf die Raummitte mit den Arbeitstischen und ihren Exponaten und erinnert so an die Einsamkeit und Konzentration der ersten Entwurfsschritte. &#8220;Experimentieren&#8221; inszeniert das Thema Grenz\u00fcberschreitung, au\u00dferdem gibt es noch &#8220;Streiten&#8221; und &#8220;Interpretieren&#8221;. Die Etappenr\u00e4ume folgen einer anderen Dramaturgie. Die R\u00e4ume sind als schwarzes Band ausformuliert, das sich in die Architektur des Geb\u00e4udes einf\u00fcgt. Der Fokus liegt auf der Chronologie, den Exponaten und ihren vielf\u00e4ltigen Hinweisen und Querbez\u00fcgen. Die Ausstellungsgestaltung nimmt sich zur\u00fcck, liefert eine modulare Struktur und unterst\u00fctzt den Erz\u00e4hlstrang mit einer sorgf\u00e4ltigen Inszenierung und mit subtilen atmosph\u00e4rischen Nuancen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Mai 2009 gewannen der Entwurf der Stuttgarter Ausstellungsgestalter SPACE4 gemeinsam mit dem in Basel ans\u00e4ssigen B\u00fcro teamstratenwerth die Ausschreibung f\u00fcr die Ausstellung &#8220;Weltwissen&#8221;. 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