{"id":30888,"date":"2017-02-21T13:11:50","date_gmt":"2017-02-21T13:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2017-03-20T15:45:40","modified_gmt":"2017-03-20T14:45:40","slug":"geldmuseum-der-deutschen-bundesbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2017\/02\/geldmuseum-der-deutschen-bundesbank\/","title":{"rendered":"Geldmuseum der Deutschen Bundesbank"},"content":{"rendered":"<p>Neu in Szene gesetzt durch die Stuttgarter Agentur Milla &amp; Partner, \u00f6ffnete die Deutsche Bundesbank am<br \/>\n16. Dezember 2016 erneut die Pforten des Geldmuseums in Frankfurt am Main. Das Ziel der neuen Dauerausstellung ist es, f\u00fcr den interessierten Besucher aus der Komplexit\u00e4t des Geldes und der Geldpolitik ein Erlebnis zu machen, das zugleich einen aufkl\u00e4renden Charakter in sich birgt. Dies gelingt den Gestaltern durch die Verkn\u00fcpfung der abstrakten Welt der Zentralbank mit einfachen Beispielen aus der Realit\u00e4t sowie der Historie des Finanzwesens an sich.<\/p>\n<p>\u201eDie J\u00fcngeren wollen sich informieren \u2013 aber eben anders als fr\u00fcher\u201c, beschreibt der Pr\u00e4sident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann das heutige Interesse der Jugend an finanzpolitischen Zusammenh\u00e4ngen. Mit Hinblick auf das Entstehungsjahr des Geldmuseums 1999 musste also schnell eine Neugestaltung her, um den jungen Menschen des sogenannten Digitalen Zeitalters einen Museumsbesuch zu entlocken. Rund 19 Millionen Euro lie\u00df sich die Bundesbank den dreij\u00e4hrigen Umbau des Geldmuseums kosten. Konzipiert ist die 1.000 Quadratmeter gro\u00dfe Ausstellung kreisf\u00f6rmig, um so \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 den weiten Bogen zu spannen, den das Thema erfordert. Die zentralen vier Bereiche sind hierbei Bargeld, Buchgeld, Geldpolitik und Geldpolitik global. In einen \u00e4u\u00dferen und einen inneren Kreis unterteilt, wird dabei der Sprung zwischen den zwei Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Im \u00e4u\u00dferen Kreis, mit dem sich die Besucher mit der Gegenwart befassen k\u00f6nnen, sind vor allem die aufwendig gestalteten Beispiele aus der erlebten Wirklichkeit herausstechend: Ein nachgebauter Supermarkt kl\u00e4rt beispielsweise \u00fcber Preisstabilit\u00e4t auf, eine Bankfiliale \u00fcber das bargeldlose Zahlen \u2013 das Abstrakte wird zum Alltag. Auff\u00e4llig ist hierbei auch die Interaktion, die das Museum anbietet: Durch Spiele, R\u00e4tsel und Workshops wird insbesondere der junge Museumsbesucher zum Nachdenken und dem daraus folgenden Verstehen angeregt. Kompliziertere Themen wie der Leitzins oder Staatsanleihen werden anhand von animierten Schaubildern verdeutlicht \u2013 ein absolutes Lernerlebnis. Dieses f\u00fchrt sich im inneren Kreis fort, in dem nun der Fokus auf der Historie des Geldes liegt. Bemerkenswert ist die gro\u00dfe Anzahl an historischen Exponaten und Originalobjekten, wie beispielsweise ein Goldbarren zum Anfassen: 12,5 Kilogramm pures Gold k\u00f6nnen hier in den H\u00e4nden gehalten werden. Ein weiteres besonderes Ausstellungsobjekt ist der Aureus eine M\u00fcnze aus dem antiken Rom, die an die Ermordung C\u00e4sars 44 v. Ch. erinnert. Auf ca. 340.000 Euro wird sie taxiert \u2013 eine Stimmung von Einzigartigkeit wird sp\u00fcrbar, die von dem verantwortlichen Projektleiter Markus Schmid sehr passend als \u201esinnliche Physis\u201c beschrieben wird. Im Zusammenspiel mit separaten Kabinetten, die sich im Rundgang erg\u00e4nzend mit bestimmten Aspekten aus der Geschichte des Geldes, wie der Hyperinflation 1923 und deren Folgen oder den Urspr\u00fcngen des Bankwesens in der italienischen Renaissance, auseinandersetzen, erlebt der Museumsbesucher damit eine spannende Zeitreise.<\/p>\n<p>Am Ende dieser angelangt, stellt sich das Gef\u00fchl ein, etwas von der Eurokrise, von Staatsanleihen, Preisstabilit\u00e4t, Leitzins und den historischen Zusammenh\u00e4ngen, die zu jenen f\u00fchrten, verstanden zu haben. Geld ist nicht mehr nur etwas, das nun auf dem Konto ist oder eben nicht \u2013 es werden Facetten deutlich, die es viel wesentlicher und damit interessanter machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neu in Szene gesetzt durch die Stuttgarter Agentur Milla &amp; Partner, \u00f6ffnete die Deutsche Bundesbank am 16. 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