{"id":26952,"date":"2016-07-06T09:24:40","date_gmt":"2016-07-06T07:24:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2017-07-17T09:56:00","modified_gmt":"2017-07-17T07:56:00","slug":"rockundpop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2016\/07\/rockundpop\/","title":{"rendered":"ROCK UND POP IM POTT | Essen"},"content":{"rendered":"<p>Nena, Kraftwerk, Tic Tac Toe und Herbert Gr\u00f6nemeyer \u2013 ihre Musik, ihr Stil, ihre Generation k\u00f6nnte unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie etwas gemeinsam: das Ruhrgebiet. Dabei hat der \u201ePott\u201c eine ganze Reihe an Musikern hervorgebracht \u2013 so viele, dass sich ihnen seit Anfang Mai 2016 im Ruhrmuseum Essen die Ausstellung \u201eRock &amp; Pop im Pott\u201c widmet. Die Ausstellungsgestaltung \u00fcbernahm Hannes Bierk\u00e4mper, Innenarchitekt und Gr\u00fcnder vom Stuttgarter Planungsb\u00fcro s\u00fcdstudio, der sich damit der Herausforderung stellt, Musik und Musikgeschichte r\u00e4umlich zu inszenieren.<\/p>\n<p>Im ersten Teil der Ausstellung, im sogenannten Soundraum, werden die Besucher zun\u00e4chst emotional eingestimmt: Hier pr\u00e4sentieren die Ausstellungsmacher das Sujet mit dem wirkungsvollsten aller Mittel \u2013 der Musik selbst. Aufbereitet als sinnlicher Erfahrungs- und Erlebnisraum, fungiert der Soundraum zudem als Erinnerungsraum: Der Musik lauschen, sich von ihr mitrei\u00dfen lassen und einem bestimmten Lebensgef\u00fchl nachsp\u00fcren, das erm\u00f6glichen audiovisuelle Einspieler. Hier gilt es, die Besucher mitzunehmen auf eine ganz pers\u00f6nliche Zeitreise in die vergangenen 60 Jahre. Die Gestalter inszenieren damit einen Streifzug, der mithilfe von kuratorisch aufbereitetem Wissen und Artefakten nicht nur informativ angeordnet ist, sondern auch unter Verwendung auditiver Elemente Emotionen wecken m\u00f6chte. Bierk\u00e4mper verleiht der Ausstellung eine bunte und poppige Atmosph\u00e4re, die nicht zuletzt von der Bildsprache und den verwendeten Bildmotiven lebt. Inspiration und Vorlagen dazu findet er in der Pop-Art: So ist die raumgreifende Bodengrafik beispielsweise in knalligen Prim\u00e4rfarben gestaltet. F\u00fcr den 1.000 Quadratmeter gro\u00dfen Ausstellungsraum bedient sich Bierk\u00e4mper zudem der speziellen r\u00e4umlichen Qualit\u00e4t, die von der bereits vorhandenen Architektur der ehemaligen Zeche gepr\u00e4gt ist. Die spezifische architektonische Raumstruktur des Zecheninnenraums bietet dabei nicht nur eine weitl\u00e4ufige Ausstellungsfl\u00e4che, sie verleiht der Schau auch eine f\u00fcr die Raumwirkung und Rezeption gewinnbringende Authentizit\u00e4t. Der rohe und industrielle Charakter der Decken und W\u00e4nde bildet so einen spannenden Gegensatz zur grellen und satten Farbigkeit des Bodens. Insgesamt orientiert sich Bierk\u00e4mper an den ersten aufbl\u00fchenden Konsum-St\u00e4dten der 1960er-Jahre: Analog zu den leuchtenden Billboards der damaligen Hochhausfassaden, gestaltet er nicht nur das Leitsystem in Gro\u00dftypografie aufmerksamkeitsstark, am Ein- und Ausgang sind zudem lebensgro\u00dfe Stelen aufgestellt, welche die Stars und Experten der Rock- und Pop-Geschichte abbilden, und die Besucher jeweils begr\u00fc\u00dfen und verabschieden.<br \/>\nDer zweite Teil der Ausstellung ist als Rundgang konzipiert. Das Kuratoren- und Gestalter-Team l\u00e4sst hier die r\u00e4umliche Anordnung der Ausstellungsinhalte der chronologischen Erz\u00e4hlung folgen, die schlie\u00dflich die Laufrichtung entlang des imagin\u00e4ren Zeitstrahls bedingt. Die eingerichteten Seitenkabinette, die r\u00e4umlich abgetrennt und auch thematisch jeweils abgeschlossen sind, stellen eine Art Begleitprogramm dar. Nach individuellem Interesse entscheiden die Besucher somit selbst, welche Nebenr\u00e4ume sie entdecken und welches Wissen sie vertiefen m\u00f6chten. Eines dieser Kabinette, als Plattenladen gestaltet und eingerichtet, bietet dabei in eindrucksvoller Weise eine Gesamtschau aller im Archiv vertretenen K\u00fcnstler.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nena, Kraftwerk, Tic Tac Toe und Herbert Gr\u00f6nemeyer \u2013 ihre Musik, ihr Stil, ihre Generation k\u00f6nnte unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie etwas [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[491,75,608],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26952"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26952"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26952\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27021,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26952\/revisions\/27021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26952"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26952"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26952"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}