{"id":23369,"date":"2015-10-29T09:00:27","date_gmt":"2015-10-29T08:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2017-02-27T09:56:35","modified_gmt":"2017-02-27T08:56:35","slug":"phaenomenta_luedenscheid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2015\/10\/phaenomenta_luedenscheid\/","title":{"rendered":"Ph\u00e4nomenta L\u00fcdenscheid"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Neuer\u00f6ffnung der Ph\u00e4nomenta L\u00fcdenscheid \u2013 mit der Er\u00f6ffnung 1996 eines der \u00e4ltesten Science Centers in Europa \u2013 haben beier+wellach projekte die R\u00e4umlichkeiten neu gestaltet, w\u00e4hrend das Geb\u00e4ude um einen ebenfalls mit eingebundenen Turm mit Wahrzeichenpotential erweitert wurde. Dieser futuristische Anbau des Geb\u00e4udes ist nun weithin sichtbar, wobei die Architektur der baulichen Ver\u00e4nderungen und Erg\u00e4nzungen bei KKW Architekten in Altena entstand. Dabei wollten die Gestalter nicht nur die Inhalte eines Science Centers vermitteln, sondern zudem die lokale Umgebung, ihre Bewohner und Unternehmen miteinbeziehen. Der Blick von der Terrasse \u00fcber die D\u00e4cher auf die umliegende Stadt und Landschaft ist somit ein programmatischer, der mit der inhaltlichen Ausrichtung des Ph\u00e4norama-Raums im Inneren der Ph\u00e4nomenta wieder aufgenommen wird.<\/p>\n<p>Neben der Eintrittskarte erhalten die Besucher am Eingang zudem einen Ball, der in der er\u00f6ffnenden gro\u00dfen Kugelbahn zum Impulsgeber f\u00fcr verschiedenste Ph\u00e4nomene wird. Die einzelnen, sp\u00e4ter in der Ausstellung behandelten, Bereiche greifen damit schon zu Beginn ineinander, damit die Besucher die erlebten Effekte der Kugelbahn in den folgenden Abschnitten im Gro\u00dfen nachvollziehen k\u00f6nnen. Diese anschlie\u00dfenden R\u00e4ume sind nach Themen sortiert und ebenfalls auf Versuche ausgerichtet, wodurch die Ph\u00e4nomene spielerisch erforscht werden k\u00f6nnen. Gegliedert werden sie durch dreisprachige Wandgrafiken, die den Themenbereichen zusammenfassende Namen geben. Die dort auffindbaren, interaktiven Exponate zeichnen sich durch reduzierte Texterl\u00e4uterungen und einen Fokus auf zum Interagieren anregende Piktogramme aus. Ausf\u00fchrlichere Erkl\u00e4rungen k\u00f6nnen daraufhin im Anschluss an die interaktiven Elemente in zentralen Medienstationen erfahren werden. Dadurch bleibt gen\u00fcgend Raum f\u00fcr spielerischen Umgang und direktes Erfahren, aber auch f\u00fcr eine Anregung weiterzulesen.<\/p>\n<p>Gelangen die Besucher nun im Anschluss an die thematisch gegliederten R\u00e4ume und einen Bereich f\u00fcr tempor\u00e4re Ausstellungen lokaler Unternehmen in den Abschnitt des neu hinzugekommenen Turms, so finden sie ein Foucaultsches Pendel, das in der inneren Turmkonstruktion schwingt und den Takt f\u00fcr ein deckenf\u00fcllendes Kaleidoskop gibt. Dieses erstrahlt in verschiedenfarbig erleuchteten, sich \u00e4ndernden Mustern und verbindet damit Kunst und Physik zu einer Einheit. Hier zeigt sich erneut der Tenor des Szenografiekonzepts, abstrakte Ph\u00e4nomene sinnlich erlebbar zu machen. Ferner gibt das Pendel auch die Bewegung des Ph\u00e4noramas an, in dem die Besucher eine 360\u00b0-Projektion der Stadt L\u00fcdenscheid betrachten k\u00f6nnen. Diese Live-\u00dcbertragung vom benachbarten Kirchturm verk\u00f6rpert in Verbindung mit dem Pendel sowohl den Verlauf der Zeit, als auch die Bewegung der Erde. Audio-\u00dcbertragungen unterst\u00fctzen zudem das Gef\u00fchl, sich auf einem Turm im Au\u00dfenraum zu befinden. Die Verbindung dieser drei Elemente in der neuen Turmkonstruktion verdeutlicht erneut die Verkn\u00fcpfung von Ph\u00e4nomenen sowohl in der Natur, als auch in den Ausstellungsr\u00e4umlichkeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Neuer\u00f6ffnung der Ph\u00e4nomenta L\u00fcdenscheid \u2013 mit der Er\u00f6ffnung 1996 eines der \u00e4ltesten Science Centers in Europa \u2013 haben beier+wellach projekte die R\u00e4umlichkeiten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[1323,1312],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23369"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23369"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25921,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23369\/revisions\/25921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}