{"id":22949,"date":"2015-10-16T09:00:24","date_gmt":"2015-10-16T07:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2016-04-07T10:05:54","modified_gmt":"2016-04-07T08:05:54","slug":"industriemuseumchemnitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2015\/10\/industriemuseumchemnitz\/","title":{"rendered":"Industriemuseum Chemnitz"},"content":{"rendered":"<p>Das multidisziplin\u00e4re Gestaltungsteam um Space4 hat sich des Industriemuseums Chemnitz angenommen und l\u00e4sst dieses nun mit einem ver\u00e4nderten Ansatz in neuem Glanz erstrahlen. Seit der Er\u00f6ffnung im Juni 2015 erleben die Besucher ein Gesamtkonzept, das den historisch und aktuell bedeutsamen Industriestandort Sachsen erlebbar macht.<\/p>\n<p>Den Rahmen f\u00fcr \u00fcber 800 Objekte bildet ein Fabrikgeb\u00e4ude, welches einst zu einer Gie\u00dferei geh\u00f6rte. Damit strahlen bereits die R\u00e4umlichkeiten einen industriellen Charme aus und reihen sich ein in die Gesamtheit der beherbergten Exponate ein. Neu aufbereitet k\u00f6nnen in der Halle verschiedenste Produkte betrachtet werden, welche von einer Lokomotive und gro\u00dfen Fertigungsmaschinen \u00fcber Vier- und Zweir\u00e4der bis hin zu Schraubenschl\u00fcssel und N\u00e4hmaschine reichen. Die neue Szenografie bedient sich bei der Pr\u00e4sentation der St\u00fccke keiner strengen Chronologie, sondern greift neun Schwerpunkte mit Begriffspaaren wie \u201eKommen und Gehen\u201c, \u201eMensch und Maschine\u201c oder \u201eSch\u00f6n und Praktisch\u201c auf. Die Besucher lernen den Inhalt daher in einer anderen Form kennen und erlangen so neue Denkanst\u00f6\u00dfe. In der Pr\u00e4sentation bedienen sich die Gestalter einer zweigeteilten Gruppierung: Durch die Halle spannt sich einerseits ein aus geb\u00fcrstetem Aluminium gefaltetes, mehrteiliges Band, das an einen Laufsteg erinnert, andererseits lassen sich Objektensembles als Themeninseln wahrnehmen, welche durch ihre verschieden geformte Erhabenheit und den matten Blauton herausstechen. Die gezeigten Objekte lassen die Besucher die reichhaltige Industriegeschichte Sachsens in all ihren Facetten betrachten und er\u00f6ffnen dabei einen Blick sowohl auf die Vergangenheit, als auch auf Gegenwart und Zukunft.<\/p>\n<p>Diese weithin sichtbare Anordnung letztgenannter Inseln legt einen zus\u00e4tzlichen Fokus auf die s\u00e4chsische Sozialgeschichte, die eng mit der industriellen Entwicklung verwoben ist. Ein Schwefelgelb weist optisch bemerkenswert auf zus\u00e4tzliches Textmaterial, Medienstationen und interaktive Angebote hin. Diese Erg\u00e4nzungen finden sich an vielen Punkten in der Ausstellung, vorrangig jedoch in der Hallenmitte, wo auf einem interaktiv gesteuerten Tisch nach Wahl Projektionen von Herstellervideos \u00fcber die Entstehung der einzelnen exponierten Produkte gezeigt werden. Solche Erweiterungen, sowie auch pers\u00f6nliche Erz\u00e4hlungen, welche zum Teil auf Tafeln, aber auch in Gruppenf\u00fchrungen vermittelt werden, geben den Objekten der Ausstellung einen zus\u00e4tzlichen Hintergrund und machen sie sp\u00fcrbarer. Die verschieden geformten Themeninseln sowie der leitende Laufsteg geben den Besuchern einen neuen Einblick in die s\u00e4chsische Industrie, der sehr vielf\u00e4ltig ausf\u00e4llt, w\u00e4hrend zus\u00e4tzlich eine Verbindung zum sozialen Leben und dessen Ver\u00e4nderungen seit der industriellen Revolution gegeben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das multidisziplin\u00e4re Gestaltungsteam um Space4 hat sich des Industriemuseums Chemnitz angenommen und l\u00e4sst dieses nun mit einem ver\u00e4nderten Ansatz in neuem Glanz erstrahlen. 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