{"id":22771,"date":"2015-11-13T09:00:17","date_gmt":"2015-11-13T08:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19896"},"modified":"2018-04-09T10:05:30","modified_gmt":"2018-04-09T08:05:30","slug":"wagnermuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2015\/11\/wagnermuseum\/","title":{"rendered":"Richard Wagner Museum, Bayreuth"},"content":{"rendered":"<p>Zur Er\u00f6ffnung der Bayreuther Festspiele im Jahr 2015 kann nach mehrj\u00e4hriger Bauzeit nun auch das Richard Wagner Museum wieder besichtigt werden. Die An- und Umbauten werden dabei illuminiert durch ein zur\u00fcckhaltendes Beleuchtungskonzept von den Lichtplanern Licht Kunst Licht, die den Fokus auf die Exponate legen und die erhabene Atmosph\u00e4re der historischen und neuen R\u00e4umlichkeiten durch angepasste Elemente unterstreichen.<\/p>\n<p>Da das nach Kriegsende originalgetreu wiederaufgebaute Geb\u00e4ude die umfangreiche Sammlung nicht mehr fassen konnte, erweiterten die Architekten um Volker Staab nach einem gewonnenen Wettbewerb den Geb\u00e4udekomplex um einen flachen, gro\u00dffl\u00e4chig verglasten Bauk\u00f6rper. Zus\u00e4tzlich wurden einige der Fl\u00e4chen der Ausstellung in den Untergrund verlegt, wodurch das historische Ambiente \u00e4u\u00dferlich weitgehend unber\u00fchrt bleibt. Der sichtbare Anteil der Neubauten steht in ann\u00e4hernder Symmetrie zu dem historischen Anbau \u2013 dem Haus Siegfried, wodurch das zentrale Geb\u00e4ude \u201eWahnfried\u201c betont und der urspr\u00fcngliche Plan einer symmetrischen Gestaltung von Haus und Garten unterstrichen wird. Die Exponate im Inneren wurden von den Stuttgarter Ausstellungsgestaltern um HG Merz inszeniert und zeigen die Lebenswelt von Richard Wagner und dessen Familie in allen Facetten. Weitere Themen sind die Verstrickung der Familie in das Dritte Reich sowie die Geschichte der Festspiele \u2013 dargestellt durch B\u00fchnenbilder und Kost\u00fcme. Die drei behandelten Aspekte finden sich verteilt auf die drei H\u00e4user, wodurch sich die Gedanken der Besucher jeweils auf einen Themenbereich konzentrieren k\u00f6nnen. Die Gestaltung h\u00e4lt sich in der Pr\u00e4sentation sehr zur\u00fcck und zeigt sich schlicht, sowohl in den modernen R\u00e4umlichkeiten, als auch angepasst in den historischen Abschnitten. Erweitert wird die Ausstellung durch audiovisuelle Installationen der Stuttgarter Kreativ- und Medienagentur jangled nerves, die historische Bildaufnahmen sowie Wagners Musik sinnlich erfahrbar machen.<\/p>\n<p>Die Beleuchtung der neu gestalteten Schau bleibt sehr diskret im Hintergrund und konzentriert sich auf die stimmungsvolle Pr\u00e4sentation der Objekte. F\u00fcr eine einheitliche Wirkung wurden ausschlie\u00dflich LED-Leuchtmittel verwendet und vorrangig deckenb\u00fcndig verbaut, was die Zur\u00fcckhaltung neben den Exponaten noch verst\u00e4rkt. Die im Kassenbereich noch sichtbare Raumbeleuchtung weicht in den Ausstellungsr\u00e4umen durchdacht angebrachten Vitrinen- und deckenintegrierten Leuchten, die den Blick auf die historischen St\u00fccke nicht durch st\u00f6rende Spiegelungen beeintr\u00e4chtigen. Im Obergeschoss des Altbaus wird dies durch die Anbringung der Leuchten \u00fcber einem mittig platzierten Deckensegel erreicht, das auch technische Einbauten aufnimmt sowie durch Wandfluter, die das Licht \u00fcber die wei\u00dfen W\u00e4nde streuen und so blendende Reflektionen verhindern. In die Decke integriert, finden sich in den schlichten, modernen Ausstellungsr\u00e4umen zudem weitere Richtstrahler, die den sich ver\u00e4ndernden Ausstellungen und Vitrinenpositionen angepasst werden k\u00f6nnen. Ferner wurden historische Leuchten modern aufgearbeitet und erhellen die rekonstruierten Hallen der Villa, was einen authentisch-historischen Eindruck erlaubt. Die Beleuchtung des Tiefgeschosses ist, wie auch schon die er\u00f6ffnenden R\u00e4umlichkeiten, dunkel gehalten. Das Lichtkonzept konzentriert sich somit auf die Richtstrahler und verdeckte Linearlichtquellen in den Vitrinen selbst sowie auf wenige, matt-warme Wandleuchten. Zentral angeordnet, befindet sich im abschlie\u00dfenden Ausstellungsraum Wagners B\u00fcste \u2013 scheinbar \u00fcber einer Partitur schwebend, umrahmt von einem gazeartigen Vorhang, der eine, durch einen versteckten Streiflichtkanal beleuchtete, goldene Wand schleierhaft verh\u00fcllt. Infolge der konsequent zur\u00fcckhaltenden Beleuchtung werden sowohl die n\u00fcchterne museale Inszenierung, als auch die mystischen Elemente der Ausstellung unterstrichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Er\u00f6ffnung der Bayreuther Festspiele im Jahr 2015 kann nach mehrj\u00e4hriger Bauzeit nun auch das Richard Wagner Museum wieder besichtigt werden. 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