{"id":22524,"date":"2015-09-02T13:12:31","date_gmt":"2015-09-02T11:12:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=20199"},"modified":"2017-07-06T11:24:21","modified_gmt":"2017-07-06T09:24:21","slug":"interview_mba-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2015\/09\/interview_mba-2\/","title":{"rendered":"MARKUS MILITZER \u00dcBER VISION UND MISSION VON MBA"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eUnser klarer Anspruch ist es, Produkte zu schaffen, die einem zeitlosen Design entsprechen, dennoch grunds\u00e4tzlich mehrfach eingesetzt werden k\u00f6nnen und eine hohe Funktionalit\u00e4t aufweisen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>MBA Messe- und Ausstellungsbau ist ein inhabergef\u00fchrtes Unternehmen mit Hauptsitz in Reutlingen und Entwickler, Hersteller sowie Vertriebsdienstleister von modularen W\u00e4nden, Raumstruktur-Systemen und selbstklebenden Oberfl\u00e4chen. Dabei sind nachhaltig und langfristig einsetzbare Produkte in hoher Qualit\u00e4t in der Firmenphilosophie von Anfang an fest verankert: Seit mittlerweile 40 Jahren steht MBA f\u00fcr die <\/strong><strong>intelligente Zusammenf\u00fchrung von \u00c4sthetik und \u00d6konomie, von Architektur und Marketing. <\/strong><strong>Grund genug f\u00fcr uns, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Markus Militzer n\u00e4her kennenzulernen. Im Interview erz\u00e4hlt er von seiner Mission, gute Gestaltung und Funktionalit\u00e4t mit dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu vereinen.<\/strong><\/p>\n<p><em><br \/>\nDie Fragen stellte Sabine Marinescu.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herr Militzer, 1975 \u2013 vor genau 40 Jahren \u2013 wurde MBA von Ihrem Vater gegr\u00fcndet. Zun\u00e4chst entwickelte er selbstklebende Oberfl\u00e4chenfolien, um zum einen vor allem im Messebereich die verwendeten Wandpaneele hochwertiger erscheinen zu lassen und zum anderen die aufwendigen Lackierprozesse zu vermeiden. Heute ist MBA vor allem f\u00fcr die modularen Wandsysteme bekannt. Wie kam es zu dieser (Weiter-)Entwicklung?<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem gro\u00dfen Erfolg der MBA-Folien haben unsere Kunden folienbeschichtete Platten und Wabenelemente von uns gefordert. Da lag der Gedanke nahe, ein eigenes Wandsystem zu entwickeln, das sich von den bisherigen Systemen deutlich abhebt: Von au\u00dfen ist keine st\u00f6rende Systemtechnik sichtbar und es kann in k\u00fcrzester Zeit montiert und wieder demontiert werden. Und schon kurz nach der Einf\u00fchrung der Mila-wall Serie 100 konnten wir 1990 die Kunstmesse ART Frankfurt als Gro\u00dfkunden f\u00fcr unser Wandsystem begeistern. Und so nahm die Geschichte ihren Lauf \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mittlerweile sind Sie nicht mehr nur im Messebau t\u00e4tig, sondern verst\u00e4rkt auch in anderen Bereichen wie in Museen, in Shops oder bei Events \u2013 was macht Ihre Produkte so vielf\u00e4ltig einsetzbar?<\/strong><\/p>\n<p>Durch das puristische Design und die hohe Flexibilit\u00e4t der Wandmodule k\u00f6nnen jene praktisch \u00fcberall eingesetzt werden, wo tempor\u00e4re Raumaufteilungen in unterschiedlichen Konfigurationen entstehen sollen. Und durch neue Entwicklungen \u2013 wie zum Beispiel die Mila-wall Acoustic, die schallabsorbierende Eigenschaften besitzt \u2013 vergr\u00f6\u00dfert sich der Anwendungsbereich auch weiterhin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beim Entwurf tempor\u00e4r inszenierter R\u00e4ume setzen Gestalter und Unternehmen auf h\u00f6chstm\u00f6gliche Individualit\u00e4t \u2013 modulare Wandsysteme verstehen sie daher h\u00e4ufig als Beeintr\u00e4chtigung. Wie schaffen Sie es dennoch, dass sich System und Individualit\u00e4t nicht ausschlie\u00dfen?<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr uns stehen vielmehr das Design sowie die Architektur im Vordergrund und nicht zwingend der Einsatz vorhandener modularer Standardkomponenten. Daher entscheiden wir bei der Umsetzung von Entw\u00fcrfen individuell und gemeinsam mit den Gestaltern, wo neue modulare Entwicklungen zum Einsatz kommen sollen oder wo mit Standardmodulen gearbeitet werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und wie gelingt es Ihnen als Partner aller am Planungsprozess Beteiligten \u2013 Unternehmen ebenso wie K\u00fcnstler, Szenografen und Gestalter \u2013 zu fungieren?<\/strong><\/p>\n<p>Wir erarbeiten gemeinsam mit allen Beteiligten konstruktive L\u00f6sungen und diskutieren die Entw\u00fcrfe \u2013 von der Handskizze \u00fcber Renderings bis zur realen Bemusterung zum Erleben und Anfassen. Diese Arbeitsweise erm\u00f6glicht allen Partnern eine hohe Entscheidungssicherheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das <\/strong><a href=\"http:\/\/skd.museum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Kupferstichkabinett<\/strong><\/a><strong> im Dresdner Residenzschloss beherbergt seit 1720 Kunstsch\u00e4tze und gilt als das \u00e4lteste Museum f\u00fcr grafische K\u00fcnste im deutschsprachigen Raum. Die Institution ist bereits seit 2004 einer Ihrer langj\u00e4hrigen Partner und nutzt Ihre Wandsysteme immer wieder f\u00fcr Sonderausstellungen \u2013 mittlerweile schon \u00fcber 50 Mal. Welche Vorteile hat das Haus durch den Einsatz der Mila-wall-Stellw\u00e4nde?<\/strong><\/p>\n<p>Durch die extrem robuste Konstruktion sowie die wechselbaren und streichf\u00e4higen Oberfl\u00e4chen, lassen sich die Wandmodule immer wieder f\u00fcr unterschiedliche Ausstellungen \u00fcber viele Jahre nutzen \u2013 bei gleichbleibend hoher Qualit\u00e4t und \u00c4sthetik. Zum einen erreicht das Museum dadurch eine Kostenreduktion, zum anderen leistet es einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Schonung wertvoller Ressourcen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche spezifischen Anforderungen werden bei solch fragilen Exponaten, wie die einer grafischen Sammlung, an den Raum und damit an die dort verbauten Produkte gestellt? Haben Sie spezielle W\u00e4nde daf\u00fcr im Einsatz? Mit welchen Funktionen sind diese ausgestattet?<\/strong><\/p>\n<p>Alle Wandmodule sind mit einer Mittellage ausger\u00fcstet, somit k\u00f6nnen wertvolle Exponate sicher und optisch ansprechend mit speziellen Befestigungen direkt auf der Wand fixiert werden. Zudem k\u00f6nnen Module mit einer von au\u00dfen nicht sichtbaren kapazitiven Alarmtechnik im inneren der Stellw\u00e4nde versehen werden und bei Bedarf optischen oder akustischen Alarm ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was macht die Zusammenarbeit mit diesem Museum f\u00fcr Sie so besonders?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass unsere Technik \u00fcber viele Jahre, immer in den gleichen R\u00e4umlichkeiten, mit dem gleichen System eingesetzt wird. Und die R\u00e4ume dabei immer mit dem hohen Anspruch des Besonderen und der Zielsetzung der individuellen Anpassung zum Thema der Sonderausstellung gestaltet werden. So entstehen immer wieder unterschiedliche Wandkonfigurationen in H\u00f6he und Breite mit wechselnden Oberfl\u00e4chenfarben. F\u00fcr uns ist aber auch gutes Teamwork ein wichtiger Aspekt, denn der st\u00e4ndige Austausch mit den Verantwortlichen des Museums ist elementar, um immer wieder neue Erkenntnisse zu erlangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben es schon anklingen lassen: Der Umweltschutz z\u00e4hlt f\u00fcr MBA zu den wichtigsten Unternehmenswerten und Sie achten daher besonders auf ressourcenschonende Produktionsprozesse. Wie bewerkstelligen Sie das?<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal schaffen wir grunds\u00e4tzlich Produkte von hoher Lebensdauer. Um aber auch in der laufenden Nutzung der Stellw\u00e4nde wertvolle Rohmaterialien zu sparen, sind unsere Weiterentwicklungen stets kompatibel mit den bereits bestehenden Produkten. Au\u00dferdem achten wir auch in der Produktion auf energieoptimierte Prozesse oder Maschinen und recyceln schon w\u00e4hrend der Herstellung die Abf\u00e4lle. Zudem haben wir das Produktionsgeb\u00e4ude am Standort Reutlingen mit LED-Beleuchtung sowie neuester ressourcensparender Heiztechnik ausgestattet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche weiteren Faktoren f\u00fcr den nachhaltigen Umgang mit Ihren Produkten gibt es? Wie k\u00f6nnen Ihre Partner Ihr Engagement unterst\u00fctzen?<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberall dort, wo tempor\u00e4re Architektur und Gestaltung gefragt sind, k\u00f6nnen modulare Wandsysteme eingesetzt werden. In Zukunft wird es immer wichtiger sein, bei Planungen genau zu pr\u00fcfen, ob und wo diese Technik zum Einsatz kommen kann. Und hierzu k\u00f6nnen sowohl Unternehmer als auch Gestalter bereits im Planungsprozess einen wertvollen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gerade im Messebau wird Nachhaltigkeit in den letzten Jahren heftig diskutiert. Was denken Sie: Wohin geht der Trend?<\/strong><\/p>\n<p>Durch den immer noch vehement steigenden Einsatz von Ressourcen und die damit verbundenen, rasant wachsenden M\u00fcllberge, ist es zwingend erforderlich, Konzepte zu erarbeiten, die nachhaltig sind. Daher sollte der Trend bei Markenarchitektur in Richtung modularer und wiederverwendbarer Elemente und Planungen gehen. Sehr gerne w\u00fcrden wir solche Projekte in Zukunft begleiten.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nMarkus Militzer, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur Person<\/strong><\/p>\n<p>Markus Militzer, Jahrgang 1970, lie\u00df sich zum Industriemechaniker ausbilden und besuchte die Abendschule sowie die Steinbeis-SCHOOL OF INTERNATIONAL BUSINESS AND ENTREPRENEURSHIP. Seit 1990 ist er offiziell f\u00fcr die MBA-Design &amp; Display Produkt GmbH t\u00e4tig und kann 2015 mit seinem Vater auf das 40-j\u00e4hrige Bestehen des Unternehmens ansto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnser klarer Anspruch ist es, Produkte zu schaffen, die einem zeitlosen Design entsprechen, dennoch grunds\u00e4tzlich mehrfach eingesetzt werden k\u00f6nnen und eine hohe Funktionalit\u00e4t aufweisen.\u201c [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1353],"tags":[880],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22524"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22524"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22524\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32229,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22524\/revisions\/32229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}