{"id":19831,"date":"2014-07-10T13:28:25","date_gmt":"2014-07-10T11:28:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=19831"},"modified":"2017-02-01T12:34:24","modified_gmt":"2017-02-01T11:34:24","slug":"immanent-elasticity","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2014\/07\/immanent-elasticity\/","title":{"rendered":"Immanent Elasticity"},"content":{"rendered":"<p><strong>ANGEWANDTE KUNST. HEUTE<\/strong><br \/>\n<strong>soma architecture. Immanent Elasticity<\/strong><br \/>\nEine Kooperation von MAK und Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien<\/p>\n<p>Mit der au\u00dfergew\u00f6hnlichen, begehbaren<strong> Installation Immanent Elasticity<\/strong>, einem eigens f\u00fcr die MAK-Galerie entwickelten, leichten Gespinst aus elastischen Fasern, l\u00e4dt soma architecture zum Eintauchen in eine ver\u00e4nderbare, wolkenartige Raumstruktur. Die im Rahmen der programmatischen Reihe <strong>ANGEWANDTE KUNST. HEUTE<\/strong> konzipierte Einzelausstellung basiert auf Untersuchungen zu elastischen Materialsystemen, mit denen sich das Architekturb\u00fcro soma architecture intensiv auseinandersetzt, und verl\u00e4sst konventionelle Methoden der Formfindung. Architektur manifestiert sich in Immanent Elasticity als elastischer Diskurs im Sinne einer offenen, individuellen Interpretation und Wahrnehmung von Raum.<\/p>\n<p>Die vision\u00e4re Arbeit besteht aus glasfaserverst\u00e4rkten Kunststoffzellen, einem Material, das unter Eigenspannung sogenanntes kinematisches Potenzial erzeugt und sich durch Bewegung unterschiedlich verformen l\u00e4sst. Durch Krafteinwirkung von au\u00dfen k\u00f6nnen Teile des Gebildes aus ihrer dreidimensionalen Form in eine flache Struktur umklappen. Durch die Verkettung der Zellen hat ein lokales Kippen Auswirkung auf die jeweiligen Nachbarzellen, wodurch charakteristische, sich wiederholende Muster entstehen. Die flexible Struktur basiert auf einem Materialsystem, das in Zusammenarbeit mit Studierenden an der TU Wien entwickelt wurde. Sie erlaubt ein Anpassen an die r\u00e4umlichen Gegebenheiten der MAK-Galerie und erm\u00f6glicht damit Improvisation und lokale Differenz. soma architecture verfolgt mit Immanent Elasticity einmal mehr eine spekulative Raumauffassung, welche die vielschichtigen Verstrickungen von Wahrnehmung und geometrischen Prinzipien thematisiert. Die Raumstruktur der Ausstellung ist mit \u201eL-Systemen\u201c (\u201eLindenmayer-Systeme\u201c, benannt nach dem ungarischen Biologen Aristid Lindenmayer) beschreibbar, die, basierend auf der Reproduktion einfacher Grundregeln, unter anderem zur Simulation von Pflanzenwachstum angewandt werden. Die Installation im MAK erscheint trotz der K\u00fcnstlichkeit des Materials gewachsen und lebendig, trotz ihrer stringenten Regelhaftigkeit und eindeutigen geometrischen Be-schreibbarkeit chaotisch und mehrdeutig.<\/p>\n<p>Innovative Denkmuster und Umsetzungsmethoden sowie die Entwicklung von vision\u00e4ren, r\u00e4umlichen und formalen Konzepten sind charakteristisch f\u00fcr die Arbeit von<strong> soma architecture<\/strong>. Zu den experimentellsten Projekten des ArchitektInnenteams z\u00e4hlen unter anderem der mobile Kunstpavillon White Noise f\u00fcr das Land Salzburg (2011) oder der Theme Pavilion f\u00fcr die Expo 2012 in S\u00fcdkorea. Die elastisch verformbare kinetische Fassade der Expo war nicht nur eine technische Weltneuheit, sondern ein emotional bewegendes r\u00e4umliches Erlebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ANGEWANDTE KUNST. HEUTE soma architecture. 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