{"id":17514,"date":"2013-08-13T11:28:28","date_gmt":"2013-08-13T09:28:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=17514"},"modified":"2016-08-04T14:18:39","modified_gmt":"2016-08-04T12:18:39","slug":"moor-extrem-naturschutzzentrum-wurzacher-ried","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2013\/08\/moor-extrem-naturschutzzentrum-wurzacher-ried\/","title":{"rendered":"\u201eMOOR EXTREM\u201c | Naturschutzzentrum Wurzacher Ried"},"content":{"rendered":"<p>An was denken die meisten Menschen intuitiv, wenn von Mooren die Rede ist? Nebelschwaden und sumpfiges Moos? Moorleichen und heidnische Rituale? Lauernde Gefahren? Sehr wahrscheinlich. Zumindest eher als an Wollgras und Widderchen. Moosbeere oder Scheckenfalter. Auch impuls-design mussten sich mit den langl\u00e4ufigen Moorassoziationen auseinandersetzten, als sie die Konzeption f\u00fcr eine Dauerausstellung im Wurzacher Ried in Angriff nahmen. Es galt, eine \u201eGeisterbahn\u201c zu vermeiden und trotzdem die geheimnisvolle Spannung, die Mooren innewohnt, zu nutzen. Das in Erlangen ans\u00e4ssige Unternehmen wollte eine Ausstellung konzipieren, die sich mit allen Facetten, nat\u00fcrlichen und menschlichen Aspekten, des Wurzacher Rieds auseinandersetzt.<\/p>\n<p>Nach intensiven Recherchen und internen Workshops \u00fcber diese besondere Naturlandschaft ergab sich folgendes Fazit: Es ist ein \u201eLand der EXTREME\u201c! Nicht etwa weil das \u201eWurzacher Ried\u201c eines der gr\u00f6\u00dften und bedeutendsten Moorgebiete in S\u00fcddeutschland ist oder auch die gr\u00f6\u00dfte intakte Hochmoorfl\u00e4che in Mitteleuropa ist. Sondern vielmehr weil Moore EXTREM kraftvoll und vielgestaltig, trickreich, spannend und gef\u00e4hrlich oder auch EXTREM kostbar, erholsam und EXTREM langsam sind. Die Leitidee war damit gefunden. und die Themenbereiche lie\u00dfen sich nach diesem Ordnungsprinzip gliedern.<\/p>\n<p>Ziel war es, dass die Besucher sich selbst als Teil der Ausstellung wahrnehmen, sich emotional in die Ausstellung einbinden lassen sollten \u2013 jedoch ohne Manipulation, sondern intuitiv. Ein erster Ansatz war es dann auch, die r\u00e4umliche Gestaltung der Ausstellung sollte die Besucher f\u00f6rmlich \u201eins Moor eintauchen\u201c lassen. Sie sollten k\u00f6rperlich sp\u00fcren, dass sie sich hier in einer vollkommen unbekannten Welt befinden. So entwickelten sich geschwungene Formen, organische und interaktive Elemente, wabernde Farbwelten, transparente Stoffe, ein tiefer gelegter Projektionsraum, der an den Abbau von Torf erinnert, Simulationen von Sonnenstrahlen im Moor und eine Soundwelt, die alles zusammenf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Entstanden ist eine ganzheitliche und dennoch abwechslungsgreiche Raumgestaltung, die mithilfe der Lichtinszenierung das verbindende und tragende Element der Ausstellung bildet:<br \/>\nSo symbolisiert ein schwebendes, farbig leuchtendes Ausstellungssystem mit wechselnden Farbstimmungen die Zellenstruktur der Torfmoospflanzen. In dieses Netz aus \u201eTubes\u201c sind alle<br \/>\nMedien und interaktiven Exponate integriert. Im zentralen Projektionsraum hingegen ist alles in den Boden eingelassen. Eine spiegelnde schwarze Wasserfl\u00e4che unterst\u00fctzt die multimediale Show, auf denen die eindrucksvollen Bilder vom Moor aus wechselnden Perspektiven, zu unterschiedlichen Wetterlagen, Tages- und Jahreszeiten die Besucher ins Moor eintauchen lassen \u2013 und das ganz ohne Moorleichen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An was denken die meisten Menschen intuitiv, wenn von Mooren die Rede ist? Nebelschwaden und sumpfiges Moos? Moorleichen und heidnische Rituale? Lauernde Gefahren? 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