{"id":11943,"date":"2013-02-11T19:12:49","date_gmt":"2013-02-11T17:12:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.plotmag.com\/blog\/?p=11943"},"modified":"2016-08-04T14:01:27","modified_gmt":"2016-08-04T12:01:27","slug":"faszinarium-stor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plotmag.com\/blog\/2013\/02\/faszinarium-stor\/","title":{"rendered":"FASZINARIUM ST\u00d6R"},"content":{"rendered":"<p>Ein Gef\u00fchl von Schwerelosigkeit legt sich auf den Besucher sobald er die R\u00e4umlichkeiten der Ausstellung im Haus des Gastes in Wendisch Rietz betritt. Sofort hat er das Gef\u00fchl, dem St\u00f6r ganz nah zu sein. Bed\u00e4chtig und leise wird jeder einzelne Schritt genommen, um den Knochenfisch nicht in seiner Ruhe zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Vom Landesanglerverband Brandenburg e.V. initiiert und vom Berliner Architekturb\u00fcro\u00a0stories within architecture konzipiert, entstand die atmosph\u00e4rische Unterwasserwelt des St\u00f6rs, die sich \u00fcber 55 Quadratmeter erstreckt. Es wird schnell deutlich, warum sich die Kuratoren der Ausstellung dazu entschlossen haben, diesem Wesen eine Ausstellung zu widmen: Als Gigant unter den S\u00fc\u00dfwasserfischen z\u00e4hlt er zu den \u00e4ltesten Tieren der Welt und reiht sich in eine Familie mit insgesamt 27 St\u00f6rarten ein, die alle auf der n\u00f6rdlichen Erdhalbkugel vertreten sind. Doch die Zahl an lebenden Fischen verringerte sich in den letzten Jahren drastisch, in Deutschland sind sie in freier Wildbahn seit den 1970er-Jahren sogar ausgestorben.<br \/>\nDas Berliner Architekturb\u00fcro stories within architecture, das seit 2010 mit seinem festen Kern aus erfahrenen Gestaltern f\u00fcr die Inszenierung von intuitiv verst\u00e4ndlichen und emotionalen Erlebnisr\u00e4umen steht,\u00a0betreute dieses individuelle Raum-Projekt vom Entwurf bis zur Realisierung. Ziel der Ausstellung ist es, den St\u00f6r in seiner Einzigartigkeit zu beleuchten, denn kaum ein anderer S\u00fc\u00dfwasserfisch ist in seiner Art und in seinem Vorkommen so interessant und besonders wie er selbst. So verstanden es die Kreativk\u00f6pfe der Ausstellung,\u00a0ein Gestaltungskonzept zu verwirklichen, welches Grafik, Objekt und Text eing\u00e4ngig miteinander verbindet,\u00a0um somit die Informationen unterhaltsam und einpr\u00e4gsam zu vermitteln. Der Lebensraum des St\u00f6rs sollte so realit\u00e4tsnah und detailgenau wie nur irgend m\u00f6glich nachvollzogen werden. Die Besucher tauchen dementsprechend in eine Atmosph\u00e4re ein, die dem Lebensraum des St\u00f6rs exakt gleicht und zum Anfassen, Staunen und Erleben animiert. Sie begeben sich auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art, bei der die Geheimnisse sowie allerlei Erstaunliches \u00fcber das Lebewesen erforscht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nTransluzente Stoffbahnen, die im ganzen Raum verteilt sind, vermitteln zusammen mit gedimmten Farben ein Gef\u00fchl von Leichtigkeit, aber auch von Weite und Tiefe. Als leitendes Gestaltungselement f\u00fchrt eine Luftblase den Besucher durch alle Ausstellungsebenen. \u00dcber den einzelnen Informationsstationen h\u00e4ngen sie dicht aneinander, enthalten Fragen und Antworten, lassen sich drehen, \u00f6ffnen, dr\u00fccken oder schieben und dienen so als Informationstr\u00e4ger mit allem Wissenwerten \u00fcber den St\u00f6r. Die Themenbereiche umranden zahlreiche Aquarien, in denen insgesamt neun St\u00f6rarten zu begutachten sind.<br \/>\nEntkommen die Besucher der illusion\u00e4ren Schwerelosigkeit, mit der sie durch die Ausstellung zu schweben scheinen, weil sich die eigenen F\u00fc\u00dfe langsam schmerzlich bemerkbar machen, sorgen verschieden gro\u00dfe Kieselsteine aus Filz f\u00fcr bequeme Sitzm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gef\u00fchl von Schwerelosigkeit legt sich auf den Besucher sobald er die R\u00e4umlichkeiten der Ausstellung im Haus des Gastes in Wendisch Rietz betritt. 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