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Ausstellungsgestaltung

Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle

POSTED 5. September 2016
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An der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle wurde Ende 2015 ein Mahnmal für die Opfer der Deportationen im Zweiten Weltkrieg fertiggestellt. Damit soll an die mehr als 10.000 jüdischen Bürger erinnert werden, die in den Jahren 1941 bis 1945 auf diesem Gelände versammelt und in Konzentrationslager gebracht wurden – nach heutigem Wissen überlebten dies nur 179 Menschen. Gestalterische Verantwortung für jenen bedeutenden und ernsthaften Auftrag übernahmen Marcus Kaiser und Tobias Katz von KatzKaiser aus Köln. Hilfe bei der Zusammenstellung des Inhalts leistete das Jüdische Museum.
Den beiden Architekten war es dabei wichtig, vorhandene Spuren zu sichern, Wege und Bezüge zu markieren und den Ort mit Erinnerungen zu überlagern, damit Geschehnisse nachvollziehbar dargestellt werden können. Eindrücklich sind die Zitate von Opfern und Zeitzeugen, die an verschiedenen Stellen in Beton eingelassen sind. Zentrales Motiv bei der Arbeit der Gestalter war es zudem, die Beiläufigkeit zu zeigen, mit der die schrecklichen Vorgänge an diesem Ort vonstatten gingen.
Bei der Eröffnung der Erinnerungsstätte traf Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth die richtigen Worte: „Auseinandersetzung mit dem Holocaust und das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur bleiben eine immerwährende Verpflichtung. Die Erinnerungsstätte hat vor allem die Aufgabe, sichtbar zu machen, wie gefährdet auch eine demokratische und der Aufklärung verpflichtete Gesellschaft sein kann. Der millionenfache Mord kann keine Identität stiften – das Mahnmal am Ort der Verfolgung soll jedoch ein Bewusstsein für Freiheit, Toleranz sowie das Zusammenleben verschiedener Gruppen schaffen.“

FACTS

Projekt:

Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle, Frankfurt am Main (DE)

Gestaltung:

KatzKaiser Architekten und Austellungsgestalter, Köln / Darmstadt (DE) > www.katzkaiser.de

Standort:

Frankfurt am Main (DE) > www.kultur-frankfurt.de

Zeitrahmen:

seit 22.11.2015

Auftraggeber:

Kulturamt der Stadt Frankfurt, Frankfurt am Main (DE) > www.kultur-frankfurt.de

Fotos:

Norbert Miguletz, Frankfurt am Main (DE) > www.miguletz.de

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