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Time and Messel Worlds – journey into the past
Aus einem Guss
Am 25.08.2010 war die PLOT-Redaktion eingeladen – kurz vor der Eröffnung des neuen Besucherinformationszentrums – die neue Architektur- und Ausstellungsgestaltung der Zeit und Messel Welten für die Fossilienfunde aus der Grube Messel in Augenschein zu nehmen. Dass dieses neue Zentrum ein Beispiel besonders gelungener, interdisziplinärer Zusammenarbeit ist, hat uns dabei sehr begeistert: Die Szenerie zeigt sich konsequent von Außen nach Innen: sei es die Außenraumgestaltung von Keller & Damm, München, die pure Architektur von landau + kindelbacher, München oder die eigentliche Ausstellungskonzeption von Holzer Kobler Architekturen, Zürich, die sich besonders durch die raumbespielende Überlagerung verschiedener Medien auszeichnet.
Die ästhetische Vermittlung der Thematik der Geowissenschaften anhand der Funde aus der Grube Messel steht dabei immer im Vordergrund und der eigentlichen Hauptattraktion – dem Messeler Ölschiefer – ist die Architektur gewidmet, die damit selbst zum Exponat wird. Dem Schiefer ist es zu verdanken, dass man heute die 47 Millionen Jahre alte Flora und Fauna erforschen und nun auch erleben kann, denn in diesem Material sind die Fossilien aus dem Eozän bis heute konserviert. Um das zu verdeutlichen, werden die Sinne der Besucher in jedem der thematisch inszenierten Räume aufs Neue überrascht und angeregt. Dies kann durch in rot getauchte Wände und Formen, welche die heißen Temperaturen der Lavaströme des Maarkraters andeuten, durch Geräusche von Tieren und raschelnden Pflanzen im tropischen Regenurwald oder durch einen Touchscreen geschehen, der die Besucher zur Interaktivität auffordert. Gespielt wird mit Farbe, digitalen Medien, raumhohen abstrakten Grafiken, Geräuschen, Animationen und Bezügen zum Außenraum. Haben die Besucher die Zeitreise durch die Ausstellung beendet, können sie die themenbezogenen Gärten und Aussichtsplattformen des Zentrums erkunden oder sich mit einer Führung an den Ort des Geschehens – also in die Grube selbst – begeben.
Es gibt natürlich noch einige weitere Highlights, die wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten wollen, sondern in einem gesonderten Artikel darüber berichten werden. Nur so viel: Die iart interactive ag aus Basel hatte ebenfalls ihre Hände im Spiel und der ungewöhnliche Vorfilm des Mainzer Studios kontrastfilm ist nicht nur sehenswert, sondern kommt auch erfrischend anders daher! Wir finden jedenfalls, dass hier eine kurzweilige und ästhetisch sehr ansprechende Inszenierung entstanden ist und möchten unseren Lesern hiermit die Grube Messel wärmstens ans Herz legen und vorschlagen, einfach mal auf einen (Zeit)Sprung vorbeizuschauen!
Noch mehr Infos und Bilder zum Projekt Zeit und Messel Welten gibt es mittlerweile > hier







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